„Wie blöd kann man sein“: Nicht Selbstkritik, sondern Gewalttätigkeit!
Ärgerst du dich manchmal über dich selbst, weil …
… du zu laut, zu schüchtern, zu aufdringlich, ungelenk oder einfach peinlich warst?
… du etwas nicht erledigt hast?
… du es nicht schnell oder nicht gut genug hinbekommen hast, also versagt hast?
Das, liebe Leserin und lieber Leser, das ist kein Ärger!
Dieses Übermaß an Selbstkritik, dieses Wüten gegen dich selbst, ist schlichtweg: Gewalttätigkeit!
Selbst wenn wir niemals die Hand gegen einen anderen heben würden: Wir finden nichts dabei, dass wir uns voller Selbstkritik selbst fertig machen, in den Senkel stellen, abkanzeln. Wir glauben sogar, dass wir jemanden brauchen, der uns in den Hintern tritt, damit wir endlich in die Pötte kommen.
Viele Menschen kritisieren sich ständig selbst, putzen sich herunter und merken gar nicht, wie viel Gewalt sie sich damit antun.
Glaub mir, ich war Meisterin im Fach Selbstkritik und hatte eine nette kleine Auswahl an verbalen Peitschen, mit denen ich mich selbst geißelte, wenn …
ich z. B. gegen irgendwelche Regeln verstieß;
nicht der Norm entsprach;
Erwartungen und Anforderungen verfehlte, die häufig gar nicht explizit gestellt worden waren;
ideale Ergebnisse nicht erreichte.
Was das bringt? Gar nichts. Wir werden durch abwertende Selbstkritik nicht besser oder motivierter, sondern wir schaden uns!
Zu viel Selbstkritik? Der alles-oder-nichts-Maßstab ist nicht zu erreichen!
Der Grund für unsere ausgeprägte Selbstkritik ist in der Regel unser hoher Anspruch an uns selbst: Wir legen einen alles-oder-nichts-Maßstab an uns an, der unmöglich zu erreichen ist. Einen Perfektionismus-Anspruch. Den Wunsch, es allen recht zu machen.
Einen Maßstab, der zudem aufgeladen ist mit moralischen (häufig unausgesprochenen) Vorstellungen der Gruppe(n), zu der wir gehören.
In uns läuft ein innerer Dialog ab, der aber nicht nach Lösungen sucht. Stattdessen ist er eine Wiederholung von Aussagen von Eltern, Lehrern, Ausbildern und anderen Personen aus unsere Kindheit, die vom negativen Menschenbild des faulen – oder dummen, ungelenken, etc. – Kindes ausgingen.
Dieses Kind musste mit Ermahnung und viel Kritik gebessert werden. Da wurde zu oft kein Unterschied zwischen dem Kind („Du bist in Ordnung“) und dessen Verhalten („Das ist nicht in Ordnung“) gemacht.
Die meisten von uns haben das Urteil von damals angenommen: Wir sind fehlerhaft und nicht viel wert, haben wir gelernt.
Daraus ist eine permanente Selbstgeißelungs-Attacke geworden. Voller Selbstkritik blöken die Stimmen der Vergangenheit ihre abwertenden Kommentare hinaus. Immer noch.
Was übrigens echt verrückt ist: Viele Menschen sind der festen Überzeugung: „Ohne diese inneren Antreiber würde ich nichts gebacken bekommen?“
Aber ist das tatsächlich so? Wie motiviert reagierst du, wenn dir jemand von oben herab erklärt: „Wie blöd muss man denn sein, um das nicht hinzubekommen? Los, mach schon, bring deinen faulen A … in Schwung“?
Eben. Null Motivation. Zu Recht würdest du dich über diese Ansprache massiv ärgern, wenn sie von anderen kommt.
Aber wenn sie von dir selbst kommst, nimmst du sie an?
Schluss mit Selbstkritik: Bringe den strengen Über-Kritiker zum Schweigen
Berechtigter Ärger ist eine normale, gesunde Reaktion auf schlechte Behandlung oder Ungerechtigkeiten. Wir reagieren mit Wut, wenn wir etwas aufgebürdet bekommen, was unerträglich ist oder wenn jemandem etwas (Lebens-)Wichtiges vorenthalten wird. Die hohe Energie des Ärgers hilft uns dann, die unfaire Situation zu korrigieren.
Zu viel Selbstkritik hingegen ist, wie du oben gelesen hast, Gewalttätigkeit gegen dich selbst. Dir ist beim Lesen vielleicht klar geworden, wie sehr du dir damit schadest.
Wenn du deinen strengen inneren Kritiker zur Ruhe zu bringen und netter zu dir sein willst, habe ich eine einfache 6-Schritte-Strategie für dich:
Schritt 1: Personifiziere den inneren Kritiker. Wie groß wäre denn dieser Sprecher, der dich so klein macht? Die meisten Menschen haben das Gefühl, dass dieser Sprecher mindestens 50 cm größer ist als sie selbst. Daran können wir erkennen, dass dieser innere Spieler sich früh in unserem Leben herausgebildet hat. Wir waren ein kleines Kind, und jeder Erwachsene überragte uns.
Schritt 2: Zieh dem inneren Kritiker nun eine Richterrobe oder das Kostüm einer strengen Gouvernante an.
Schritt 3: Schaue als nächstes auf die Sprunggelenke deines inneren Kritikers. Wenn du ganz genau hinsiehst – und das machst du jetzt! – siehst du dort das Luftmatratzenventil?
Schritt 4: Lass diesem nörgelnden, herumhackenden Kritiker jetzt die Luft ab: Pfffffffffhhh macht es.
Schritt 5: Wenn der innere Kritiker so klein geworden ist wie eine Handpuppe und daher mit einer Mickymaus Stimme spricht, dann bedanke dich für den Kommentar und schick ihn zum Kaffeetrinken (wähle alternativ jedes Getränk, das du magst).
Schritt 6 (optional und nur bei Bedarf): Leider können wir unseren Kritiker nicht völlig aus unserem inneren Team rausschmeißen, denn natürlich hat er auch seine Existenzberechtigung. Sollte er jedoch schon viele Jahre ungehindert permanent seinen Senf dazu gegeben haben, dann reduzieren die Redezeit auf tägliche 10 Minuten.
Keine Angst: Du wirst schon nicht größenwahnsinnig, wenn du dir nicht dauernd einen auf den Deckel gibst. Aber dein Selbstbewusstsein kann sich endlich erholen. Und du wirst wieder fähig, nicht nur das zu sehen, was du nicht gut machst – sondern auch das, was du draufhast!
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Ich stehe an der Startlinie und spüre förmlich die Kraft meines vibrierenden Fahrzeugmotors. Alles ist in (an)gespannter Erwartung. Rechts und links von mir höre ich die aufheulenden Motorengeräusche meiner Kontrahenten. Vor mir liegen drei Runden auf einer unübersichtlichen Strecke:
Der REGENBOGENBOULEVARD – Gefahr lauert hinter jeder Kurve und Schnelligkeit zählt zwar, kann dich aber in den Abgrund katapultieren.
Ich schaue mich um. Mit meinen Kontrahenten ist definitiv nicht zu spaßen. Keiner wird Mitgefühl haben; jeder wird mit allen Mitteln versuchen zu gewinnen. Meine Gegner sind ein Gorilla, eine Prinzessin, zwei italienische Brüder und ein Dinosaurier…
Na, wie sieht es aus, hast du es erkannt? Ich habe dir „Mario Kart“ beschrieben. Vielleicht hast du das schon selbst gespielt oder jemand in deinem Umfeld ist Fan davon. Ich erleide fast einen Herzinfarkt, wenn meine Kinder mich überreden können mitzuspielen – was denen natürlich ein Riesenvergnügen macht, wenn ich quiekend, japsend und zappelnd versuche mitzuhalten. Da ich zur Schonung meines armen Herzens zu wenig übe, lande ich natürlich regelmäßig auf dem letzten Platz… wenn ich es überhaupt zur Ziellinie schaffe.
So ein Computerspiel eignet sich für meine Zwecke hervorragend als Metapher für unser tägliches
Spiel des Lebens
Zu Spielbeginn sucht sich jeder eine Figur als Fahrer aus und stellt sich anschließend sein Fahrzeug zusammen – welches ist die geeignete Karosserie, welche Reifen haben die besten Fahreigenschaften. Was hilft mir, die anderen auszustechen, um als Erste die Ziellinie zu passieren.
Alles ist erlaubt für den eigenen Triumph: z. B. fiese Bananenschalen, um die nachfolgenden Fahrer von der Strecke rutschen zu lassen.
Jede von uns wählt jeden Morgen beim Aufstehen aufs Neue ihre Herausforderung – wenn auch nicht immer freiwillig ausgesucht. Dabei haben viele von uns nicht den Luxus, das beste Fahrzeug und die neuesten Reifen zu haben. Die „Mitspieler“ sind bestimmt auch nicht immer freundlich und zuvorkommend. Und hoffentlich sind wir im Alltag nettere Zeitgenossen als hier auf der virtuellen Rennstrecke.
Im Alltag begegnen uns viele Zeitgenossen, die uns an die Charaktere des Spiels erinnern. Die ewig genervte Prinzessin, der Gorilla, der sich Brust-trommelnd beweisen muss und straßenschlaue italienische Brüder kennt wahrscheinlich jeder 😉.
Solche realen „Mitspieler“ sind meist wenig reflektiert; sie projizieren ihre eigenen Defizite auf ihr Umfeld. Sie triggern uns leicht, weil wir ja auch „perfekt unperfekt“ sind – Anschuldigungen, Ärger, Groll, Magenschmerzen und Beleidigtsein sind die Folgen im Spiel des Lebens.
Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Oder hast du schon jemanden vor deinem inneren Auge? Die zeternde Chefin? Den faulen Kollegen, der sich versucht mit deinen Lorbeeren zu schmücken? Die ewigen Besprechungen; Themen, die sich im Kreis drehen und sich nicht vorwärtsbewegen?
Grrr!!!
Und da ist noch die Rennstrecke mit all ihren Tücken. Selbst wenn wir denken, dass an diesem wunderbaren sonnigen Tag nichts schiefgehen kann, finden wir uns vielleicht kurze Zeit später im Regenschauer wieder, die Straße steht unter Wasser und der großartige Plan, einfach durchzufahren, endet im Liegenbleiben in der leider viel zu tiefen Pfütze. So hast du dir das nicht vorgestellt, oder?
Aber, Shit happens…
Immer wieder und immer im unpassenden Moment. Sich jetzt daran zu erinnern, dass alle Situationen im Leben auch Möglichkeiten für menschliche Entwicklung bieten: im besten Fall schwierig, meist übernehmen die Emotionen das Steuer und wir agieren in einer eher suboptimalen Version von uns.
Was glaubst du, was nun hilfreich wäre? Was ist „der Schlüssel“, um in Alltagssituationen, die du nicht beeinflussen kannst, gelassen und souverän zu bleiben?
Ich kann dir gleich einen ganzen „Schlüsselbund“ anbieten, der die Türe zu meiner Coaching-Werkstatt LEBEN aufschließt und dir eine ganz neue Welt eröffnet. Fangen wir doch beim Grundlegendsten an: Mit Atmen. Mach am besten gleich mit und speichere dir dieses Video ab. Es wirkt wie ein Turbo, um den Stress runterzufahren und den Kampf- und Fluchtmodus zu unterbrechen: 1-3 Minuten Tipp bei Stress
Was hängt da noch am „Schlüsselbund“? Im Coaching erhältst du Ideen, Impulse, Unterstützung, vielerlei Werkzeuge und Hilfen für deinen vollgepackten Alltag.
Vielleicht hast du schon lange den Wunsch, etwas in deinem Leben zu verändern?
Schaffe Tatsachen, indem du
deine Bedürfnisse, Wünsche und Träume wahr- und ernst nimmst
dich nicht selbst durch Zweifel ausbremst und vom Kurs abbringen lässt
Erste-Hilfe-Maßnahmen anwendest, wenn mal wieder alles zu viel ist
nicht mehr alles für Andere tust, sondern häufiger „Nein“ sagst
auch bei Gegenwind bei dir bleibst und die eigenen Ziele verfolgst
deinen Wert nicht mehr vom Wohlwollen anderer abhängig machst
Lebe die beste Version deines Lebens!
Schieb es nicht länger auf, dich um dich und deine Bedürfnisse zu kümmern. Die Goldkörnchen in der Sanduhr deines Lebens rieseln und scheren sich nicht darum, ob dein Leben die Qualität hat, die du dir wünschst.
Neulich wurde ich gefragt: „Wie haben du und dein Mann es geschafft, so lange – und anscheinend auch glücklich – zusammen zu bleiben?“ Eine spannende Frage! Meine Antwort darauf findest du in diesem Blogbeitrag. Samt 3 Tipps dazu, wie du selbst eine lange und glückliche Beziehung führen kannst!
Das erwartet dich im Blogbeitrag:
Tipp 1 für eine lange und glückliche Beziehung: Liebe zum Partner / zur Partnerin!
Abgesehen davon, dass mein Mann und ich viel zusammen lachen und es nicht langweilig wird: Wir lieben uns! Mein Mann ist immer noch DER Partner für mich.
Lieben ist etwas anderes als „gernhaben“ (was in einer Beziehung natürlich auch nicht schadet). Lieben ist ein Verb, ein Tun-Wort. Das heißt, zu lieben ist eine aktive Tätigkeit. In einer glücklichen Beziehung geht es in erster Linie darum, zu lieben. Und nicht darum, geliebt zu werden.
Lieben bedeutet, den anderen so sein zu lassen, wie er oder sie ist. Nicht zu versuchen den anderen zu ändern; nicht mit Kritik und Predigt zu erziehen, sodass er oder sie endlich (zu mir) passt.
Das heißt nicht, dass mich das Verhalten meines Mannes immer mit Glückseligkeit erfüllt. Ab und an regt er mich auf; so wie ich ihn. Dann würde ich ihn gerne schütteln, oder ihm mal eins mit der Bratpfanne überziehen. Welche Fantasien er in solchen Situationen über mich hat, darüber denke ich jetzt mal lieber nicht nach.
Doch jetzt kommt das Geheimnis: Auch wenn ich mich manchmal über ihn aufrege, kann ich ihn so stehen lassen, wie er ist. Und das zählt.
Deshalb lautet mein erster Tipp für eine lange und glückliche Partnerschaft: Lass den Partner oder die Partnerin so sein, wie er oder sie ist!
Tipp 2 für eine lange und glückliche Beziehung: Liebe zu dir selbst!
Der Grund dafür, warum ich meinen Mann so stehen lassen, wie er ist, ist folgender: Ich kann auch mich so sein lassen kann, wie ich bin. Weil ich mich annehmen kann, mit allen meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Weil ich nämlich irgendwann aufgehört habe, mich ständig selbst zu kritisieren und runterzuputzen.
Früher war ich Weltklasse darin, mich selbst zu kritisieren. Ich habe – wie die meisten Menschen, die ich kenne – traumatische Erinnerungen und Verletzungen aus meiner Kindheit mitgebracht. Ich habe an Vorbildern gelernt, die geschimpft haben, aggressiv gestritten haben, kritisiert haben. Die von oben herab gepredigt haben. Die weitere Verhaltensweisen an den Tag gelegt haben, die Menschen nutzen, wenn sie nur noch im Überlebensmodus sind.
Daraus haben sich meine Überlebensmuster entwickelt: Zum einen mein Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“. Zum anderen mein Perfektionismus, der Versuch alles richtig zu machen. Samt dem damit gekoppelten gnadenlosen Kritisieren, wenn ich einen Fehler gemacht oder etwas nicht geschafft habe.
Zum Glück habe ich entdeckt, dass ich mich aus diesen Mustern heraus entwickeln kann. Das habe ich allerdings nicht allein hinbekommen, sondern mit Hilfe einer kinesiologisch arbeitenden Coach. Diese Unterstützung hat es gebraucht, weil wir im eigenen Mindset, unserem unbewussten Selbstbild oder Weltbild, betriebsblind sind und die eigenen Sabotagemuster nicht sehen. Diese blinden Flecken können nur von anderen im Außen erkannt werden.
Im Laufe meiner kinesiologischen Sitzungen und mithilfe meiner verstehenden und annehmenden Coach habe ich nach und nach meine einschränkenden Muster losgelassen.
Ich wurde immer freier – und konnte wählen, wie ich mich in Situationen verhalten wollte, statt einfach zu reagieren.
Irgendwann passierte das Wunder. Ich liebte mich. Mit allen meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten.
Was du tun kannst, um dich selbst lieben zu lernen – und warum das für Paare und gute Beziehungen so wichtig ist
Wenn du aufhörst, dich zu kritisieren, wenn DU DICH annimmst, so wie du bist, dann kannst du auch andere annehmen in ihrem Ringen ums Überleben und ihren Versuchen, ihr Leben irgendwie gebacken zu bekommen.
Leider trauen sich viele Menschen nicht, um Hilfe zu bitten. Aus Angst davor, was sie beim Eintauchen in ihre Persönlichkeit entdecken könnten, wagen sie es nicht, die eigenen limitierenden Muster anzuschauen und aufzulösen. Dadurch verpassen sie die Gelegenheit, ihre persönlichen Altlasten zu entsorgen.
Ich kann dich beruhigen: Diese Angst musst du nicht haben! Wir werden immer ein verletztes Kind in uns entdecken, das irgendwie versucht hat, dieses Leben zu meistern. Und dabei fast immer nur defizitäre Vorbilder hatte, von denen er oder sie lernen konnte.
Ein guter Psychologe oder eine gute Coach werden in deinen Glaubenssätzen und Verhaltensmustern nichts anderes sehen als deinen Versuch zu überleben. Sowie deinen Mut, das Leben mit all seinen Herausforderungen jeden Tag aufs Neue anzugehen.
Lass mich dir noch etwas verraten: Auch für mich war es damals überhaupt nicht einfach, mir Hilfe zu holen. Mein Überlebensmuster sah vor, dass ich alles richtig machen musste und total kompetent zu sein hatte. Jemandem Fragen zu meiner Situation zu stellen, geschweige denn jemanden um Hilfe zu bitten, das war für mich unvorstellbar.
Damals hat es mir sehr geholfen, dass es in einer meiner kinesiologischen Fortbildungen um körperliche (!!!) Traumata ging. Solche körperlichen Probleme hatte ich durch eine angeborene Hüftfehlstellung und einen schweren Autounfall, für den ich keine Schuld trug.
Mir war klar: Für diese körperlichen Probleme konnte ich ja nichts; die waren keine in mir angelegte Schwäche. Deshalb konnte ich es mir erlauben, für meine körperlichen Beschwerden Unterstützung zu holen.
In kinesiologischen Sitzungen geht es allerdings schnell ans Eingemachte. Ich habe bald gemerkt, dass mein Leben dadurch leichter wurde. Nicht nur in körperlicher Hinsicht, sondern auch im Alltag, bei meinem Mindset und meinen Verhaltensmustern. Ich blieb dran. Ich war mir wichtig genug, um Geld und Zeit in die Hand zu nehmen, um mich und meine Lebensqualität zu verändern.
Ich habe mich geändert – und mein Mann sich daraufhin ebenfalls!
Dass ich mich geändert und entwickelt habe, hat sich auch auf die Beziehung zu meinem Mann ausgewirkt. Wie schon gesagt: Ich habe nie versucht meinen Mann zu ändern. Jemanden zu verändern, das funktioniert nicht.
„Der einzige Ort im Universum, den wir wirklich ändern können, sind wir selbst.“ Aldous Huxley
Eines Tages passierte jedoch etwas Bemerkenswertes. Wir saßen mit einem befreundeten Ehepaar im Biergarten. Mein Mann redete mit dem Freund, und ich unterhielt mich mit seiner Frau. Dabei hörte ich meinen Mann sagen: „Seit ich mit Carmen zusammen bin, hat sich mein Streitverhalten so verändert.“
In dem Moment war ich erst einmal platt und verstaute die Info sorgsam. Er hatte sich von sich aus geändert – ohne, dass ich ihn dazu aufgefordert hatte oder versucht hatte, ihn zu ändern!
Nimm dir also mit: Wenn du in einer Beziehung etwas ändern willst: dann ändere dich. Und lerne, dich selbst anzunehmen und zu lieben!
Tipp 3 für eine glückliche Beziehung & Partnerschaft: Die 5:1 Formel
Hier kommt mein einen dritten Tipp dafür, was du für eine lange und glückliche Beziehung tun kannst. Und zwar: Sende mehr positive Botschaften!
Ich muss etwas ausholen: Wir Menschen erinnern uns an negative Ereignisse besser als an positive. Unser Gehirn ist nämlich ein Überlebensprofi: Negative Erlebnisse warn(t)en uns vor Gefahren und bleiben deshalb länger hängen. Unsere Vorfahren konnten nur überleben, wenn sie sich an Gefahrensituationen erinnern und entsprechend reagieren konnten.
In Beziehungen kann uns das zum Verhängnis werden: Verletzende Worte bleiben wie Giftpfeile haften, sobald sie unseren Mund verlassen. Lob hingegen verpufft oft.
Allerdings kannst du etwas tun, um in Beziehungen ein Gleichgewicht zwischen negativen und positiven Erfahrungen herzustellen. Und das ist die 5:1 Formel: Um eine negative Interaktion wettzumachen, brauchst du 5 positive:
Du hat einmal Kritik ausgeübt? Lobe 5 Mal!
Du hast den Partner oder die Partnerin einmal zurückgewiesen? Gleiche das durch 5 aktive Gesten der Zuneigung aus.
Die 5:1-Formel kannst du zum Beispiel so umsetzen:
Wenn du deinen Schatz mal anpampst, warten lässt oder verletzt, gleichst du diese Verletzung mit 5 positiven Interaktionen wieder aus. Etwa so: Erst den Arm streicheln, dann ein Kompliment machen, einen Kuss geben, dich für etwas Konkretes bedanken und beim Essen aufmerksam zuhören, statt mit dem Handy rumzuspielen.
Damit hast du dem Partner oder der Partnterin 5 positive Signale geschickt, die die Verletzung ausgleichen.
Und ja, das hilft tatsächlich! Die 5:1-Formel wurde von Beziehungsforscher John Gottman entwickelt und wissenschaftlich belegt durch Studien zu Stressreaktionen und Beziehungsverhalten.
So kannst du in deiner Beziehung die 5:1-Formel trainieren
Nimm deinen Partner oder deine Partnerin – und auch andere Menschen in deinem Umfeld! – nicht für selbstverständlich. Sobald du anfängst, diese Menschen als „gesichert“ zu betrachten, wirst du leichter achtlos im Umgang.
Arbeite deshalb aktiv daran, in deiner Beziehung, Partnerschaft oder Ehe die 5:1-Formel anzuwenden:
Wenn du Kritik an jemandem üben willst, dann erinnere dich zuerst an 5 gute Dinge. Erst dann kommst du zu den Punkten, die du ansprechen möchtest. Vielleicht vergeht dir sogar die Lust am Streiten, wenn dir bewusst wird, wie viel Positives dir zu der Person einfällt!
Spannung rausnehmen: Wenn du ein Problem ansprechen möchtest, dann schaffe eine entspannte Atmosphäre und reduziere so die Spannung.
Keine Vorwürfe, kein Hinterhalt: Sprich über Probleme, ohne dem Partner Vorwürfe zu machen und ihn oder sie verbal in einen Hinterhalt zu führen oder anzugreifen.
Trainiere Dankbarkeit: Schreibe täglich auf, wofür du deinem Partner oder deiner Partnerin dankbar bist. Das stärkt eure Verbindung und macht Positivität leichter.
Trainiere deine Wahrnehmung: Positivität ist Übungssache. Bleibe dran! Regelmäßiges Wahrnehmen von guten Momenten verbessert nicht nur die Beziehung, sondern auch dein eigenes Wohlbefinden.
Erinnere dich immer wieder daran: Unser Gehirn blendet Alltägliches aus. Deshalb braucht es bewusste Anstrengung, um Dankbarkeit und Wertschätzung zu zeigen!
Die 5:1-Formel ist mehr als eine Streitregel. Sie ist ein Weg zu mehr Optimismus und Vertrauen in deiner Beziehung. Zeit und Aufmerksamkeit gehören zu den wertvollsten Dingen, die du schenken kannst.
Mehr Selbstliebe: Die 5:1-Formel funktioniert auch in der Beziehung zu dir selbst!
Die 5:1-Formel funktioniert nicht nur in einer Beziehung, Partnerschaft oder Ehe, sondern auch in deiner Beziehung zu dir selbst. Auch hier kannst du Selbstkritik durch positive Gedanken ausgleichen: Für jedes Mal, bei dem du dich selbst kritisierst, lobe dich bewusst 5 Mal.
Damit meine ich beispielsweise ein echtes Lob für:
Etwas worauf du stolz bist.
Etwas, das du gut gemacht hast.
Etwas du gemacht hast, obwohl du überhaupt keine Lust dazu hattest. Das ist definitiv ein Lob wert!
Falls dir das schwer fällt, dann führe ein Lobtagebuch:
Schreibe jeden Tag mindestens drei Dinge/Situationen auf, auf die du stolz bist oder die dich zufrieden machen.
Schreibe diese Dinge oder Situationen so auf, dass du den Stolz oder die Zufriedenheit körperlich und emotional beim Aufschreiben spürst.
Ein Lobtagebuch kann in dunklen Zeiten wie ein Medikament wirken: Es aktiviert gute Gefühle und Optimismus, wenn du dich in der Zukunft in aller Ausführlichkeit an diese positiven Situationen erinnerst. Du reduziert damit Stresshormone, und dein Gehirn beginnt Endorphine auszuschütten. Diese wirken manchmal wie Schmerzmittel oder Stimmungssaufheller.
Nimm nichts mehr für selbstverständlich hin; auch dich nicht und deine Taten!
Noch mehr Tipps für eine glückliche Beziehung
Lesetipps: Diese Bücher kann ich empfehlen, um eine lebendige und glückliche Partnerschaft zu führen:
John Gottman und Julie Schwartz Gottman:
„Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe: »Ein hervorragender Ratgeber für eine emotional intelligente Ehe.“
„8 Gespräche, die jedes Paar führen sollte, …: … damit die Liebe lebendig bleibt“
Coaching und Therapie: Lerne, dich selbst anzunehmen und zu lieben
Manchmal reicht reines Wissen nicht aus, um ein lebenslang erlerntes Verhalten zu verändern. Da ist es in der Regel abkürzend, wenn du mit professioneller Hilfe hinter die Ursachen blickst und neue Reaktionsmöglichkeiten findest und ausprobierst.
Zusätzlich zu meinem Einzelcoaching-Angebot habe ich auch verschiedene Gruppen-Angebote:
Beim Selfcare Saturday nimmst du dir eine Auszeit, um dich um dich selbst zu kümmern. Ein Tag Selbstfürsorge statt: „Ich muss mich um die Kinder / den pflegebedürftigen Vater / ums Vorkochen / die Wäscheberge / die Geschirrstapel / … / kümmern“,
Wenn du Befürchtungen hast, in ein Burnout zu geraten, dann ist das Coaching-Retreat in Andalusien das Richtige für dich.
Mein Fazit: Eine glückliche Beziehung zu führen kannst du lernen!
Das Geheimnis einer glücklichen Beziehung besteht ifür mich aus drei Teilen: Der Liebe zum Partnerin oder dem Partner; der Liebe zu dir selbst; und einem bewussten Ausgleichen einer negativen Interaktion durch 5 positive Interaktionen.
Den Partner kannst du nicht ändern. Aber du kannst lernen, ihn oder sie anzunehmen – und vor allem, dich selbst anzunehmen und zu lieben!
Ich hoffe, diese Tipps haben dir weitergeholfen. Und falls du auf deinem Weg, dich selbst anzunehmen und zu lieben, Unterstützung vom Coach brauchst, dann melde dich gerne. Du kannst das lernen!
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Immer mal wieder liebäugelst du damit, ein mehrtägiges Coaching Retreat zu machen? Und so das Wichtige mit dem Schönen zu verbinden und in einer neuen Umgebung an dir und deinen Themen zu arbeiten?
Doch irgendetwas findest du immer, das dagegenspricht und dich am Ende doch nicht buchen und lieber zu Hause bleiben lässt: das viele Geld, die wertvolle Zeit … du kennst die Argumente. Schau dir einmal 5 typische Gründe, die gegen ein Coaching Retreat sprechen, aus einer anderen Perspektive an. Vielleicht ändert sich dein Blickwinkel dadurch. Und wenn nicht, kannst du ja einfach weiter zu Hause bleiben. 😉
Inhaltsverzeichnis: 5 vermeintliche Gründe gegen ein Coaching Retreat
Ein Urlaub kostet immer: Unterkunft, Flug, Verpflegung. Und bei einem Coaching Retreat kommt dann noch das Coaching selbst hinzu. Das wird richtig teuer.
Für das Geld kannst du dir lieber eine Sauna einbauen lassen, jeden Tag im Sommer essen gehen oder sparen. Deine Nachkommen sollen schließlich auch etwas davon haben, dass du dein ganzes Leben lang schuften musstest. 😉
Probier diese Perspektive aus:
Klar, ein Coaching Retreat kostet Geld. Versuch, es nicht als Verlust zu sehen, sondern als Geschenk, das du dir selbst machst.Es ist eine Investition in dich und deine Lebensqualität – denn Ziel ist, dass sich diese durch ein Coaching Retreat verbessert.
Einmal weit weg vom Alltagstrott über sich und das eigene Leben nachzudenken, ist ein Luxus, den sich jeder Mensch gönnen sollte. Doch leider tun es die wenigsten, obwohl es ihnen finanziell möglich ist und sie es sehr gut gebrauchen könnten.
2. Grund: Du sparst Zeit.
Für einen Urlaub gehen meistens mehrere Tage drauf. Mit einem Coaching verbunden schnell eine ganze Woche!
Das bedeutet, dass du viel Zeit verlierst, die du für andere wichtige Dinge nutzen könntest: die geliebte Steuererklärung erledigen, das Überstundenkonto weiter füllen oder – ach! – im Kleiderschrank endlich mal wieder Ordnung schaffen.
Teste mal diese Sichtweise:
Ja, so eine Coaching-Woche setzt dich ganze 7 Tage außer Alltagsgefecht. Und das ist gut so! Denn erst so hast du eine Chance, wirklich ans Eingemachte zu gehen und dich nicht nur oberflächlich mit deinen Themen und Fragen auseinanderzusetzen. Du brauchst Zeit, um erstmal zur Ruhe zu kommen und dann Stück für Stück in dein Innerstes zu schauen.
Fakt ist auch: Deine Psyche hat es leichter, alte Muster abzulegen und neue Erkenntnisse zu verinnerlichen, wenn du mehrere Tage dranbleibst.
3. Grund: Du hast keine Lust, dich weiterzuentwickeln.
Coaching Retreats versprechen oft, dass du dich persönlich weiterentwickelst, deine Ziele erreichst und dein Leben verändern kannst. Wozu denn das?! Schließlich bist du schon ein paar Jährchen auf dieser Welt, bringst einiges an Lebens- und Berufserfahrung mit und die Dinge, die du tust, haben schon deine Eltern und Großeltern so gemacht.
Und sowieso: Für Veränderung bist du eh schon zu alt.
Schau dir diese Perspektive an:
Aus Erfahrung weiß ich: Es ist nie zu spät, dein Leben in dein Kunstwerk zu verwandeln, anstatt nur im Überlebensmodus zu funktionieren. In einer Coaching-Woche entdeckst du neue Seiten an dir selbst, erweiterst deine Komfortzone und fängst an, das Hamsterrad und die Glaubenssätze infrage zu stellen, die dir nicht guttun und dich nicht weiterbringen.
Du nimmst dir Zeit für dich selbst und deine Bedürfnisse. Das nennt man auch Selbstliebe und ist für ein erfülltes Leben extrem wertvoll.
4. Grund: Du siehst nicht ein, warum du deinem Körper und Geist ein einwöchiges Coaching antun solltest.
So eine ganze Woche Coaching – das klingt langweilig! Du lernst dabei nichts Neues. Die anderen Teilnehmer findest du furchtbar und hast weder Austausch noch Spaß. Und überhaupt: Du kannst doch nicht tagelang am Pool herumbummeln oder ein wohltuendes Sportprogramm durchziehen. Und so eine All-Inklusive-Versorgung, die dir zu jeder Zeit einen leckeren Cappuccino oder Cocktail ermöglicht, ist doch wirklich übertrieben.
Hier ist eine neue Sichtweise für dich:
Du hast Spaß an einer spannenden Reise zu dir selbst und merkst, wie gut es dir tut, einmal Zeit und Ruhe zu haben, um ganz bei dir anzukommen.
Du genießt die wunderschöne Umgebung und das leckere Essen und kannst fernab vom Alltagstrott neue Energie tanken. Gemeinsame Aktivitäten und Erlebnisse in der Gruppe, aber auch dein individuelles Coaching machen diese Zeit spannend und abwechslungsreich. Du lernst Menschen kennen, die ähnliche Ziele und Herausforderungen haben wie du. Vielleicht entstehen daraus auch tiefe Freundschaften.
5. Grund: Du sparst Nerven.
Du musst Flüge buchen, den Koffer packen, eine Urlaubslektüre auswählen und die Sonnencreme suchen. Du sollst dich mit dir selbst beschäftigen, womöglich deine Grenzen überschreiten und neuen Herausforderungen stellen.
Das alles klingt verdammt anstrengend! Wäre es da nicht einfacher, alles beim Alten zu lassen?!
Nimm mal diese Perspektive ein:
Ich verspreche dir: von so einem Coaching Retreat kommst du mit einem Lächeln im Gesicht und einem Koffer voller Inspiration zurück.
Langfristig sparst du dadurch sogar Nerven, denn du gewinnst neue Lösungen und Perspektiven für deine beruflichen und privaten Themen. Vielleicht triffst du auch Entscheidungen, die schon lange überfällig waren und sich jetzt wie ein Befreiungsschlag anfühlen.
Da es bei der persönlichen Weiterentwicklung auch mal ruckelig zugeht, hast du eine erfahrene Coaching-Leitung an deiner Seite, die dich rund um die Uhr unterstützt. Du bist also nicht allein!
Ein Coaching Retreat: schlechte Idee oder große Chance?
Vermeintlich gute Gründe, um dich nicht mit schwierigen – vielleicht sogar schmerzlichen – Fragen und Themen auseinanderzusetzen, finden wir Menschen immer schnell. Dabei „hilft“ uns unser Gehirn ziemlich gut, denn es hat es am liebsten, wenn alles so bleibt, wie es ist.
Heißt: So ein Coaching Retreat ist eine ganz schlechte Idee. Du bleibst lieber zu Hause und lebst dein Leben so, wie du es schon seit eh und je machst. Basta!
Oder du wagst den Schritt, eine neue Perspektive einzunehmen und siehst das Potenzial, das ein Coaching Retreat bietet. Es ist eine wunderbare Chance, dein Leben so zu gestalten, dass es (wieder) dir entspricht!
Wenn es dich jetzt in den Fingern kribbelt und du dich mehr damit beschäftigen möchtest, schau dir gerne mein nächstes Coaching-Retreat in Spanien an.
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Vor kurzem habe ich ein Fachbuch gelesen, das schon lange auf meinem Bücherstapel lag „Schattenarbeit“ von Debbie Ford. Gleich in der Einleitung stolperte ich über: „Die größte Sünde ist vielleicht das ungelebte Leben.“
Wie?
Sünde? In meiner christlichen Familien-Sozialisation und ganz allgemein im Deutschen ist Sünde ein Hammerwort. Sofort anklagend, augenblicklich erschlagend. 😟
Doch wenn wir uns die Herkunft des Wortes „Sünde“ anschauen, ergibt sich ein differenzierteres Bild. Das Wort kommt vom Englischen ‚sin‘ und ist ein Begriff aus dem Bogenschießen. Er bedeutet: am Ziel vorbeischießen, das Ziel nicht treffen. „Sin“ wiederum lässt sich zurückverfolgen ins Griechische und Lateinische und bedeutet dort: Stolpern, einen Fehltritt tun, oder Straucheln, Zögern.
Im Leben stolpern oder einen Fehltritt tun
Klingt menschlicher, oder? Wobei Fehlermachen ist in unserer Kultur auch negativ behaftet. Warum mich das so beschäftigt?
Die Menschen, die ich bei meinen Workshops und Vorträgen rund um Gesundheit und miteinander arbeiten treffe, versuchen angestrengt die Erwartungen der Arbeitswelt und ihres Umfeldes zu erfüllen. Sie erleben sich dadurch gehetzt und getrieben.
Doch, wer gibt den Takt vor?
Sitzt da wirklich jemand mit der großen Pauke wie bei Asterix auf den Galeeren, der einen immer schneller werdenden Takt schlägt? Der Berliner Philosoph Byung Chul Han schrieb schon 2010, dass wir keine Sklaventreiber mehr brauchen, da wir uns zu Selbstausbeutern entwickelt haben.
Hmm, wenn wir diese Entwicklung angenommen haben, dann könnten wir – ich bleibe hier mal im Konjunktiv – das doch auch wieder ändern … Oder?
Aber:
das geht doch niemals…
die Welt ist doch so…
wenn ich das alleine versuche, dann …
Ja, was dann? Drohen Arbeitslosigkeit oder die Verdammnis der Ausgestoßenen? Oder welche Katastrophenszenarien entwirft Ihr Verstand? Genauer gesagt spreche ich hier von den Persönlichkeitsanteilen, die wir zum Beispiel den inneren Kritiker und die Antreiber nennen. Diese setzen uns unter Druck, indem sie
Horrorszenarien aufzeigen (ein beliebtes Thema: „Dann werde ich unter der Brücke landen“ 😱),
uns mit Regeln zu zwingen versuchen („Erst die Arbeit, dann‘s Vergnügen“ oder „Mach‘s richtig oder gar nicht!“😲)
und dann sofort das unglückliche Bild des Losers und der Versagerin ausmalen. 😥
Mit diesen Selbstsabotage-Gedanken halten wir uns im Hamsterrad des stetigen Tuns.
Pausen sind völlig überschätzt und schlafen können wir, wenn wir tot sind …
Hä? Das trifft übrigens auch Menschen, die ihr Arbeitsleben beendet haben. Bei vielen spricht man vom Un-Ruhezustand.
Doch lass mich noch einmal zur Sünde des ungelebten Lebens zurückkehren. In meinen Workshops frage ich inzwischen häufig: „Lebst du, um zu arbeiten? Oder arbeitest du, um zu leben?“
Kennst und lebst du diesen Unterschied?
Was macht die Qualität Ihres Lebens aus?
Wirst du am Ende deines Lebens zurückschauen mit einem zufriedenen Gefühl? Dem Bewusstsein, das Beste aus deinem Leben gemacht zu haben? Und das bedeutet immer:
🎯 sich entwickelt zu haben, gewachsen zu sein
🎯 einen Sinn im Leben gefunden zu haben
🎯 und fast immer der Welt etwas zurückgegeben zu haben
Hast du dein Ziel getroffen? 🎯
Viele Menschen ab der Lebensmitte blicken auf ihr Leben und haken innerlich Kästchen ab:
✅ Partnerschaft
✅ Familie
✅ Eigentum
✅ Karriere
✅ Sonstiges
Nicht alles wird davon als Erfolg bewertet, doch zumindest versucht hat man es.
Dazu ein Zitatfund vom weisen Wilhelm Busch – er hat nicht nur Max und Moritz erschaffen 😉:
„Frühling, Sommer und dahinter gleich der Herbst und bald der Winter – ach, verehrteste Mamsell, mit dem Leben geht es schnell.“
Lass es nicht verfliegen – und kümmere dich gut um dich und deine Bedürfnisse!
Du bist an einem Punkt, an dem du erkennst, dass dein Leben nur eigentlich in Ordnung ist. Irgendetwas scheint zu fehlen. du hast das Gefühl, noch nicht ganz „da“ zu sein.
Diese Gedanken kommen dir bekannt vor?
Dann ist es an der Zeit, dass du dich intensiv mit dir selbst beschäftigst. Sich Zeit und Raum nehmen, um auf eine Reise in dein Innerstes zu gehen und dich mit deinen Bedürfnissen und Gefühlen auseinanderzusetzen.
Was will ich wirklich in meinem Leben?
Führe ich ein Leben, dass voll und ganz mir entspricht?
Was fehlt mir, um zufrieden zu sein?
Eine wunderbare und gleichzeitig wirksame Möglichkeit, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, ist eine Coaching Reise. Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und welche 5 Vorteile so eine besondere Auszeit für dich hat, erfährst du jetzt!
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Coaching Reise?
Bei einer Coaching Reise verbindest du das Schöne mit dem Wichtigen: Du nimmst mehrere Tage Abstand vom Alltag und kommst in einer neuen und angenehmen Umgebung zur Ruhe, um dich mit dir selbst zu beschäftigen.
Die Seele baumeln lassen, um tief in sie hineinzuschauen – das ist das Ziel. Und das gelingt am besten in einer Atmosphäre, die zum Entspannen und Verweilen einlädt. Ob schneebedeckte Berggipfel, der weite Blick über das tiefblaue Meer oder die reine frische Luft eines Waldes – ganz nach deinen persönlichen Vorlieben, entscheide, welche Umgebung für dich passend ist.
Kurz gesagt:
Bei einer Coaching Reise hast du Coaching und Urlaub in einem.
Coaching-Reisen finden in Gruppen statt, wobei die Größe stark variiert: Es kann eine Kleingruppe mit 5 Personen sein oder eine große Gruppe mit rund 30 Teilnehmern. Der Vorteil ist, dass jede Person von den Erkenntnissen der anderen profitiert. Denn die meisten menschlichen Probleme sind im Grunde doch ähnlich und lassen sich auf uns selbst übertragen.
Dabei wirst du von einem erfahrenen Coach begleitet, der zusammen mit dir an privaten oder beruflichen Fragestellungen arbeitet. Quasi ein „Personal Trainer“, der oder die dir 24/7 für Geist und Seele zur Verfügung steht. Die Ansätze und Methoden sind je nach Ausbildung und Arbeitsweise unterschiedlich.
Wie läuft eine Coaching Reise konkret ab?
Je nach Coaching Reise haben die Teilnehmerinnen mal mehr, mal weniger Zeit zur freien Gestaltung. Die Balance zwischen Raum, um zur Ruhe zu kommen und es sich gut gehen zu lassen, und um zu reflektieren und „hart“ an sich zu arbeiten, ist dabei essenziell. Denn bei dieser Art Urlaub geht es dir ja um mehr, als nur einen leckeren Cocktail am Pool zu schlürfen.
Meistens startet eine Coaching Reise mit einem Kennenlernen der anderen Teilnehmer. Während der Tage gibt es immer wieder Aktivitäten, die sie gemeinsam als Gruppe unternehmen, um sich auszutauschen.
Gruppen- und Einzelcoachings ergeben eine wertvolle Kombination.
Gruppencoachings sind ein fester Bestandteil einer Coaching-Reise und sollten zu jedem Tagesprogramm dazu gehören. Meiner Meinung nach sind intensive Einzelcoachings, abgestimmt auf den individuellen Bedarf der Teilnehmerinnen, die optimale Ergänzung. So erhält jede Person genau die Unterstützung, die sie gerade braucht.
Für wen ist eine Coaching Reise sinnvoll?
Eine Auszeit verbunden mit einem Coaching ist für dich geeignet, wenn du vor Fragen in deinem Leben stehst, auf die du vermeintlich keine Antwort findest.
Den Beruf wechseln und etwas Neues wagen?
Stimmt die Beziehung noch oder trenne ich mich?
Wie kann sich mein Leben wieder lebendig und leicht anfühlen?
Vielleicht ist es auch keine konkrete Frage, die dich umtreibt, sondern eher ein diffuses Gefühl von Unzufriedenheit, Erschöpfung oder Lustlosigkeit und eine leise Stimme, die dir sagt: „Irgendetwas stimmt hier nicht.“
Mit anderen Worten: Du willst (wieder) ein Leben, das wirklich dir entspricht.
Eine Coaching Reise ist die ideale Möglichkeit, um dich deinen Themen zu stellen und vielleicht auch Entscheidungen zu treffen. Um dein Leben so zu gestalten, dass du dich darin wohl und lebendig fühlst. Du brauchst nur eine Portion Mut und Lust, aus deiner Komfortzone auszubrechen. Ich weiß aus Erfahrung: Es lohnt sich!
Diese 5 Vorteile bringt dir eine Coaching Reise
1. Vorteil: Erholsame Umgebung
In einer Coaching Reise machen Teilnehmer besonders tiefgehende und lebensverändernde Erfahrungen, da die wunderschöne Atmosphäre zum Runterkommen und Träumen einlädt. So fällt es dir viel leichter, zu Hektik und Verpflichtungen deines Alltags Abstand zu gewinnen und dich ganz auf dich zu besinnen.
2. Vorteil: Längere Dauer
Die Dauer von mehreren Tagen ist absolut wertvoll, denn du hast mehr Zeit, um tief nach innen zu schauen und Erkenntnisse zu verinnerlichen. Und du kennst das bestimmt: Wenn du in den Urlaub fährst, brauchst du erstmal etwas, um wirklich zur Ruhe zu kommen.
Auch deiner Psyche fällt es leichter, an alte Verhaltensmuster und Glaubenssätze ranzugehen, wenn du die Möglichkeit hast, mehrere Tage dranzubleiben.
3. Vorteil: Tiefgehende Erkenntnisse
Du findest Antworten auf Fragen, die dich schon lange quälen, triffst Entscheidungen, die bereits länger ausstehen, betrachtest Situationen aus einem völlig neuen Blickwinkel und stellst alte Glaubenssätze und Verhaltensmuster in Frage: All das ist durch eine Coaching Reise möglich.
Mit anderen Worten: Du findest (wieder) heraus, wie du dein Leben in Übereinstimmung mit deinen Werten und Träumen gestalten kannst. Das vergessen wir leider viel zu oft vor lauter Ansprüchen und Erwartungen erfüllen und funktionieren.
4. Vorteil: Kraft der Gruppe
In einer Gruppe lernst du nicht nur an deinen eigenen Erkenntnissen, sondern nimmst extrem viel von den Erfahrungen der anderen mit. Du nutzt den Flow der Gruppe und lernst dabei Menschen kennen, die ähnliche Ziele und Herausforderungen haben wie du. Nicht selten entstehen daraus tiefe Freundschaften.
5. Vorteil: Professioneller Coach
Eine Coaching Reise kann lebensverändernd sein und dich auch mal ganz schön durchrütteln. Damit du wieder ins Gleichgewicht findest, begleitet dich eine erfahrene Seminar-Leitung.
Sie kennt Werkzeuge und Tools, die dich bei deiner Innenreise unterstützen und diese erleichtern. Dabei passt sie sich komplett an deine Bedürfnisse und dein Tempo an. Ein professioneller Coach spürt, was du gerade brauchst: einen liebevollen Schubser oder eher einen sanften Stupser.
Mein Tipp: Schau dir unbedingt Kundenstimmen zu vorherigen Coaching Reisen an. So bekommst du einen ersten Eindruck von der Arbeitsweise des Coachs und kannst besser einschätzen, ob ihr zusammenpasst.
Bonus-Vorteil: Du hast Spaß
Bei all der Ernsthaftigkeit sollte eins nicht zu kurz kommen: der Spaß! Denn mit einer Prise Humor und Lachen, geht alles leichter von der Hand. Das ist mir als Coach in meiner Arbeit besonders wichtig.
Mein Tipp: Wähle eine Coaching-Leitung, die dir sympathisch ist und wo du ein gutes Bauchgefühl hast. Dann machen die gemeinsame Reise und Zusammenarbeit einfach mehr Spaß und du kannst dich leichter öffnen. Das findest du am besten über ein Kennenlerngespräch raus.
Wie findest du eine passende Coaching Reise?
Um eine passende Coaching Reise zu finden, gibt es verschiedenen Kriterien, an denen du dich orientieren kannst.
Du kannst dich zum Beispiel zuerst fragen, wo du deine Auszeit gerne verbringen möchtest: am Meer, in den Bergen oder in einem exotischen Land. Oder du hörst in deinem Netzwerk nach, ob jemand bereits Erfahrungen mit Coaches gemacht hat, die solche Reisen anbieten. Vielleicht kennst du auch bereits eine Seminar-Leitung durch die sozialen Medien und schaust dir nun genauer an, wie deren Arbeit ausschaut.
Es hilft, ein möglichst klares Bild von deiner Coaching-Leitung zu bekommen.
Das schaffst du durch Kundenstimmen, dem Lesen des Newsletters und natürlich durch ein Kennenlerngespräch. Sammle so viele Informationen wie nötig, um dich am Ende mit einem guten Gefühl entscheiden zu können.
Coaching Reise: ein wunderbarer Mix aus Urlaub und Weiterentwicklung
Du weißt nun, was du durch eine Coaching Reise gewinnst. Gönn dir diese besondere Auszeit, wenn du das Gefühl hast, in deinem Leben gerade allein nicht weiterzukommen. Gemeinsam fällt es einfach leichter und Spaß macht es dazu auch.