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Autor: Carmen Reuter

Carmen Reuter ist Coach für leistungsstarke Frauen 45+ aus Justiz, Verwaltung, Klinik und Wirtschaft, in Karlsruhe und online. Sie verbindet über 35 Jahre Arbeit mit Menschen und die Ausbildung zur Wirtschaftsmediatorin IHK mit der Tiefe der Dr.-Bock-Coaching-Akademie und arbeitet auf der Identitätsebene, bevor der Körper streikt.

Perfektionismus ablegen: Wann „Done is better than perfect“ gilt – und wann nicht

Den Satz „Done is better than perfect“ kennst du vermutlich. Die Einstellung „Erledigt ist besser als perfekt“ ist eine oft genannte Strategie, wenn es darum geht, den eigenen Perfektionismus abzulegen. Doch ist es genug, Dinge einfach „zu erledigen“? Bleibt da nicht die Qualität auf der Strecke? In diesem Beitrag findest du meine Gedanken dazu.

Warum Perfektionismus oft von außen verstärkt wird

Als genesende Perfektionistin stimme ich für eine große Anzahl an Tätigkeiten, die wir tagtäglich zu erledigen haben, dem Satz „Done is better than perfect“ zu. Es gibt es vieles, was wir im Sinne des Pareto-Prinzips erledigen können, mit ausreichend gutem Ergebnis: 20 % Energie bringen 80 % Ergebnis, lautet die Formel. Die restlichen 80 % Energie, die wir in eine Aufgabe stecken, bringen nur mehr 20 % Ergebnis.

Demnach sparen wir also jede Menge Energie, wenn wir es mit den 80 % Energie-Aufwand gut sein lassen. Reicht doch! Die Aufgabe ist erledigt, und weiter geht es mit den wichtigen Dingen.

Doch die Frage ist, ob unsere Gesellschaft diese gelassene Einstellung überhaupt zulässt? Denn leider hat sich in unserer Kultur eine stetig wachsende Erwartung von perfekter Leistung aufgebaut, selbst wenn es um Kleinigkeiten geht.

Zum Beispiel bei der Chefin, die noch den allerletzten Kommafehler im schriftlichen Vorgang mit schnippischen Bemerkungen moniert. Da ist nichts mit „Done is better than perfect“. Ihre Erwartung, dass Schriftstücke fehlerfrei sein müssen, bringt in der Folge den Mitarbeiter dazu, Unterlagen ab sofort nicht nur einmal, sondern mindestens dreimal zu lesen und zu überarbeiten.

Wie jeder Journalist und jede Autorin weiß, können dann trotzdem noch Fehler drinstecken. Korrekturlesen muss jemand, der den Text nicht geschrieben hat; die Autorin überliest eigene Fehler meistens. Nicht aus Blödheit, sondern weil unser Gehirn auf ganz bestimmte Art arbeitet.

Manche Autisten und neurodivergente Menschen besitzen die Fähigkeit, hervorragend und langandauernd seitenweise Programmiercodes auf Fehler prüfen zu können. Ihr Gehirn arbeitet tatsächlich eher wie der unbestechliche Computer.

Doch für die meisten von uns ist es schwierig, die eigenen Fehler in Texten zu erkennen. Unser menschliches Gehirn hat da seine Schwachpunkte, während es in anderen Bereichen glänzt.

Das bedeutet: Auch wenn sich der Mitarbeiter doppelt und dreifach anstrengt, um dem Wunsch der Chefin nach fehlerfreien Schriftstücken zu entsprechen, wird ihm das nur schwer gelingen. Noch dazu kostet es ihn ungemein viel Energie, diese Perfektion erreichen zu wollen.

Wann sich Perfektion lohnt – und wann nicht

Aber: Hat die Chefin nicht das Recht auf ein erstklassiges, fehlerfreies Schriftstück?

Hier gilt: Es hängt davon ab.

Ist es ein staatstragendes Schriftstück, welches über Krieg oder Frieden entscheidet? Ja? In diesem Fall ist Perfektionismus angesagt. Die Chefin sollte am besten einen Stab der besten Mitarbeiter dransetzen, die auch noch am letzten Buchstaben feilen!

Oder ist es eher ein schriftlich festgehaltener Vorgang, der nur abgeheftet wird? Dann gilt: „Done is better than perfect“. Vereinzelte Komma- und Rechtschreibfehler spielen nicht wirklich eine Rolle. Das sollte auch der Chefin klar sein.

Entscheide bewusst, wann Perfektion wirklich nötig ist!

Wie du im Beispiel aus dem vorigen Abschnitt siehst, brauchen wir 2 Dinge, um Perfektionismus ablegen zu können:

  • Eine gute Unterscheidungsfähigkeit, sodass wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können.
  • Den Mut, zu einer Entscheidung zu stehen.

In unserem Beispiel braucht der Mitarbeiter Unterscheidungsfähigkeit, um erkennen zu können, welches Schriftstück wichtig ist und welches nicht.

Ebenso benötigt er Mut, um mit der Chefin – die vielleicht perfektionistisch veranlagt ist – zu klären, wie (un)wichtig die absolute Fehlerfreiheit des Briefs tatsächlich ist. Und um ihr klar aufzuzeigen, wie viel Zeit ihn das akribische Überprüfen eines Schriftstücks kostet. Zeit, die dann für andere, vielleicht wichtigere, Aufgaben fehlt.

Auch die Chefin braucht Unterscheidungsfähigkeit und Mut. Sie muss bestimmen, welche Aufgaben wirklich wichtig sind und perfekt erledigt werden müssen, und welche nicht. Und sie muss den Mut haben, Unperfektes zuzulassen. Nicht einfach – vor allem, wenn man perfektionistisch veranlagt ist!

Die eigentliche Ursache von Perfektionismus

Perfektionismus – wie in unserem Beispiel die Forderung nach absoluter Fehlerfreiheit im Schriftstück – erwächst häufig aus der Angst, einen Fehler zu machen und dafür getadelt zu werden. Perfektionismus ist ein (häufig unbewusstes) Überlebensprogramm, welches Versagensangst und das Gefühl der Beschämung verhindern soll.

Dieses Muster verhindert jedoch Kreativität und Innovation. Perfektionistisches Denken befördert den arbeitenden Menschen gleichsam zu einem Roboter, der fehlerfrei und ohne Ausruhen perfekt funktionieren muss.

Und dieses Muster hängt fast immer an einem Satz, den du irgendwann übernommen hast: „Ich muss alles richtig machen.“ Oder: „Fehler darf ich mir nicht erlauben.“ Wie du solche Sätze findest und veränderst, zeige ich dir Schritt für Schritt in negative Glaubenssätze auflösen.

Mehr dazu liest du in Schluss mit Perfektionismus und Versagensangst: Ursachen, Selbsttest, Tipps.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, möchte ich ergänzen: Perfektionismus ist nicht gleichzusetzen mit dem Streben nach hoher Qualität. Aber es gibt eine Grenze, ab der das gesunde Streben nach hoher Qualität zu einem ungesunden Perfektionismus wird.

Mein Fazit: „Gut genug“ ist oft wirklich gut genug!

Solltest du glauben, mein Beispiel wäre an den Haaren herbeigezogen und in der Berufswelt wäre doch schon eine viel gelassener Umgang mit Fehlern angekommen, dann irrst du dich. Da höre ich ganz andere Geschichten!

In meinen Coachings erlebe ich immer wieder, wie sehr Menschen unter dem eigenen perfektionistischen Anspruch an sich selbst leiden. Auf Dauer belasten der hohe Anspruch und das Streben nach Perfektion die Psyche und den Körper.

Deshalb: Wenn’s nicht wirklich wichtig ist, dann sei bitte gelassener mit dir und den Ansprüchen an dich selbst. „Done is better than perfect“ ist oft genau richtig.

Und glaub mir: Den Perfektionismus abzulegen und hinter dir zu lassen, wird deine Lebensqualität ungemein verbessern. Als genesende Perfektionistin weiß ich das aus eigener Erfahrung!

Häufige Fragen zum Thema „Perfektionismus ablegen“

Gilt „Done is better than perfect“ für alle Aufgaben?

Nein! Es braucht Unterscheidungsfähigkeit: Überlege dir, welche Aufgabe wirklich höchste Präzision erfordert, und welche mit weniger Aufwand bereits gut erledigt ist.
Wenn du bewusst entscheidest, wann Perfektion nötig ist und wann nicht, sparst du enorme Energie, ohne an echter Qualität einzubüßen.

Was ist der Unterschied zwischen Perfektionismus und dem Streben nach hoher Qualität?

Eine Person, die hohe Qualität anstrebt, möchte gute Arbeit leisten. Jemand, der perfektionistisch denkt, verbindet hingegen Fehler mit dem eigenen Wert: Aus „Das war nicht gut genug“ wird „Ich bin nicht gut genug“.

Wie erkenne ich, dass mein Perfektionismus meine Gesundheit belastet?

Wenn du nach der Arbeit nicht abschalten kannst, Erledigtes immer wieder kontrollierst, das Gefühl hast, nie wirklich fertig zu sein und die Erschöpfung zunimmt, können das Anzeichen dafür sein, dass dein Perfektionismus deiner Gesundheit schadet.

Was ist der erste konkrete Schritt, um Perfektionismus zu überwinden?

Fang mit einer einzigen Frage an: „Wäre ich als Mensch weniger wert, wenn diese Aufgabe nicht perfekt wäre?“
Wenn deine ehrliche Antwort irgendwo bei „Ja“ liegt, liegt der Ursprung deines Perfektionismus vermutlich in der Verknüpfung zwischen Leistung und Selbstwert. In diesem Fall ist der erste konkrete Schritt, dass du diesen Gedanken bewusst hinterfragst. Immer wieder.

Du möchtest deinen Perfektionismus ablegen und hättest gerne Unterstützung?

Hier sind meine Angebote zum Thema Perfektionismus:

Melde dich gerne bei mir. Ich freue mich auf deine Anfrage!

Mach es richtig oder gar nicht – kennst du solche Regeln?

Mach es richtig oder gar nicht!

In meiner Familie gab es diese (unausgesprochene) Regel. Definitiv eine Regel, die zu Erfolg führt. Jedoch gleichzeitig ein Leitsatz, der ganz schön Druck erzeugt. Und der einen gewaltigen Haken hat:

Was machst du in dem Moment, wenn du etwas Neues vor dir hast, bei dem du (noch) nicht weißt, was richtig ist?

Mir wurde das bewusst, als ich auf meiner ersten Fortbildung in den USA war. Irgendwann im Laufe des ersten chaotischen Tages – es hatte einen Notfall gegeben mit Einschaltung der Polizei – bemerkte ich, dass ich mich total rigide verhielt. Ich war sehr angespannt und kurz angebunden, so gar nicht mein übliches Selbst im Rahmen einer tollen Weiterbildung.
Plötzlich erkannte ich, dass es daran lag, dass ich einfach nicht wusste, was richtig war.

Völlig ungewohntes Spielfeld mit unbekannten Regeln. Und ich wollte mich doch richtig verhalten, einen guten Eindruck machen. In diesem Moment der Selbstreflexion erkannte ich, dass „richtig“ immer etwas ist, was von außen bestimmt wird und eine Bewertung beinhaltet. Und daher auch die Möglichkeit von „nicht-geschafft“ (oje), Fehler, Versagen (O Gott, o Gott) beinhaltet. So will ich doch nicht wahrgenommen werden. Das wäre zu peinlich.

Nicht mehr nur automatisch reagieren

Bis zu diesem Moment reagierte ich auf neue Situationen absolut unbewusst mit:
„Mach bloß keinen Fehler! Verhalte dich richtig! Sei perfekt!“ Was auch immer das heißt. Fehlerlosigkeit und Vollkommenheit sind ein unerreichbares Ziel und verleugnen die eigene Menschlichkeit.
An diesem Tag gelang mir jedoch zum ersten Mal bewusst ein Ausweg aus meiner Perfektionismus-Falle. Ich überarbeitete meine Regel und fragte mich, was ich denn wirklich will.

Wahr ist: Ich mache es gerne richtig

Aber mehr im Sinn von: Ich hänge mich mit voller Kraft und Begeisterung in alles rein, was mir wichtig ist.
Gebe mein Bestes, immer dann, wenn ich etwas für sinnvoll erachte. Und so kam ich auf eine neue Regel für mich und ersetzte die Alte durch:

„Ich mache es mit ganzem Herzen und ganzem Hirn.“

Hilft mir seit damals enorm, denn mit dieser Formulierung liegt die Bewertungshoheit wieder UND ausschließlich bei mir.

Ich entscheide, wann gut „gut-genug“ ist und lege meinen eigenen Qualitätsmaßstab an. Denn, Perfektionismus ist nicht dasselbe wie das Bemühen, sein Bestes zu geben.

Welche Regeln sollten bei dir auf den Prüfstand und entweder überarbeitet werden oder ab in die Tonne?

Als Maßstab gilt: Gute Regeln leiten, schlechte Regeln zwingen.

Übrigens: es könnte sein, dass auch meine neue Regel irgendwann einmal nicht mehr trägt und dann wieder überarbeitet werden muss. Also ab und an zum Regel-TÜV und checken, ob diese Sätze, die wir glauben, uns noch in guter Weise unterstützen.

Viel Spaß beim Überprüfen.

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Schluss mit Perfektionismus und Versagensangst! Ursachen, Selbsttest, Tipps

Perfektionismus und Versagensangst machen vielen zu schaffen: Immer häufiger erlebe ich in Coachings und meinen Workshops Menschen, die unter dem Diktat „alles perfekt machen zu müssen“ in die Knie gehen. Denn der übertriebene Drang nach Perfektion hat heute nahezu alle Lebensbereiche erfasst: Beruf, Familie und Partnerschaft, Hobbys, Fitness und Aussehen.

In diesem Blogartikel erfährst du, was die Ursachen für Perfektionismus & Versagensangst sind; wie du herausfindest, ob du zu Perfektionismus neigst; und wie du den Perfektionismus ablegen kannst.

Die Ursache von Perfektionismus und Versagensangst: Hoher Anspruch an uns selbst

Auf uns lastet ein unablässiger Optimierungsdruck. Einerseits machen wir uns diesen Druck selbst, indem wir in allen Lebensbereichen hohe Erwartungen an uns haben: Wir möchten die perfekte Familie und Partnerschaft haben, außergewöhnliche Hobbys vorzeigen können, einen durchtrainierten Körper haben und gut aussehen.

Fangen wir mit dem Privatleben an:

  • Die Hobbys, die uns eigentlich entspannen sollen, machen uns Druck: 
    • Fitness-Tracker haben uns fest im Griff, indem sie permanent Feedback darüber geben, wie konsequent wir unsere Trainingspläne umsetzen.
    • Auf Blogs und Sozialen Medien sehen wir jede Menge Menschen, die scheinbar mühelos die tollsten Plätzchen backen, Regale zimmern und ganze Garderoben schneidern. Viel schöner und besser, als wir es hinbekommen. Und dabei makellos aussehen. Perfekt eben.
  • Die Sozialen Medien üben einen enormen Druck auf uns aus. Wir werden ständig mit einer Flut an Bildern von perfekt aussehenden Menschen mit Familien in perfekt wirkenden Szenarien konfrontiert. Ganz automatisch passiert es, dass wir uns vergleichen. Wir wollen mithalten.
  • Nicht mal beim Netflix-Abend lässt der Druck nach: Die Bilder von schönen Menschen sind einfach zu verlockend. Klar wissen wir, dass sie retuschiert sind. Aber ein bisschen mehr Make-up, eine stylischere Bluse, mehr Sport – hach, das sollten wir doch hinbekommen!

Dazu kommen berufliche Erwartungen: 

  • Im Beruf soll man Höchstleistungen erbringen, hohe Gewissenhaftigkeit zeigen, Karriere machen. Wir wollen erfolgreich sein, Geld verdienen, und diesen Erfolg auch nach außen zeigen. Locker lassen? Tempo rausnehmen? Fehler machen, Misserfolge eingestehen? Lieber nicht. Das könnte als Schwäche ausgelegt werden, als Versagen. Als Scheitern.

Das alles ist Dauer-Stress: Wenn wir die Ideale nicht erfüllen, nicht perfekt rüberkommen, droht Ablehnung, im echten Leben oder als Shitstorm auf Social Media. Das wollen wir nicht. Also müssen wir uns noch mehr anstrengen!

Du merkst, worauf ich hinaus will: Sowohl im Privatleben als auch im Beruf stehen wir unablässig unter dem Druck, perfekt zu sein und uns zu beweisen. Druck von uns selbst, und Druck von außen. Das Ergebnis: Wir schrauben unsere Ansprüche an uns selbst immer weiter in die Höhe.

Dazu kommt die Versagensangst; also die Angst, die Ansprüche, die wir selbst an uns stellen, nicht zu erreichen. Für unser perfektionistisches Streben sind wir nie gut genug. Es sind verflixt hohe Standards, die wir erreichen wollen!

Der Soziologe Heinz Bude spricht hier von der „Generation Null Fehler“: Wir glauben, keine Fehler machen zu dürfen. Wir müssen perfekt sein, um mithalten zu können.

Ob dieser Perfektionismus anstrengend ist? Oh ja. Immens anstrengend! Denn: Ehrgeizig zu sein und alles perfekt machen zu wollen, das ist Kräfte raubend!

Woher Versagensangst kommt: Was die Forschung zeigt

Versagensangst ist nicht eine Angst. Sie ist ein Bündel.

Der Psychologe David Conroy hat mit seinem Team untersucht, wovor Menschen eigentlich Angst haben, wenn sie Angst vor dem Versagen haben. Herausgekommen sind fünf verschiedene Befürchtungen (Conroy, Willow & Metzler, Journal of Applied Sport Psychology, 2002):

  • die Angst, sich zu blamieren und sich zu schämen
  • die Angst, dass der eigene Wert sinkt
  • die Angst vor einer ungewissen Zukunft
  • die Angst, dass wichtige Menschen das Interesse verlieren
  • die Angst, wichtige Menschen zu enttäuschen

Lies die Liste noch einmal langsam. Welcher Punkt zieht bei dir?

Und jetzt kommt der Teil, der mir am wichtigsten ist.

Die Forschenden Sagar und Stoeber haben 2009 untersucht, welcher Teil des Perfektionismus mit dieser Angst zusammenhängt (Journal of Sport and Exercise Psychology, Band 31, Seite 602 bis 627). Das Ergebnis überrascht: Nicht die hohen Ansprüche. Wer sich selbst viel abverlangte, hatte in dieser Untersuchung sogar weniger Angst vor der Blamage. Eng mit der Angst verbunden war etwas anderes: die ständige Sorge, Fehler zu machen. Und genau die Angst vor Scham und Blamage erklärte, warum sich ein Misserfolg hinterher so schlecht anfühlte.

Beide Untersuchungen kommen aus der Sportpsychologie. Sie haben Sportlerinnen und Sportler befragt, nicht Verwaltungsleiterinnen. Trotzdem ist der Befund für dich interessant, weil er eine verbreitete Annahme aushebelt.

Du musst deine Ansprüche nicht herunterschrauben. Du darfst weiterhin richtig gut sein wollen. Was dich bremst, ist nicht der hohe Anspruch. Es ist die Sorge vor dem Fehler und davor, wie du danach dastehst.

Risiken von übermäßigem Perfektionismus und Versagensangst

Einen ausgeprägten Hang zum Perfektionismus und Versagensangst sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen: Perfektionismus ist oft ein direkter Weg ins Burnout!

Psychiater bestätigen, dass die meisten Burnout-Patientinnen und Patienten perfektionistisch veranlagt sind. Sie vermuten, dass man über kurz oder lang eher von einer „perfektionistischen Persönlichkeitsstörung“ sprechen wird. Eine weitere Vermutung ist, dass Perfektionismus auch Angststörungen und Depressionen begünstigt.

Menschen, die von Perfektionismus und Versagensangst betroffen sind, haben häufig eines gemeinsam: Ein niedriges Selbstwertgefühl, welches jedoch von außen selten gesehen, jedoch innerlich gespürt wird. Sie haben Angst davor, einen Fehler zu machen und deshalb als Person abgelehnt zu werden, beschämt zu werden.

Diese Angst führt dazu, dass sie innerlich eng werden. Und sich noch mehr anstrengen, um nur ja alles richtig zu machen. Ein Teufelskreis.

Aber: Nicht jedes Streben nach Perfektion ist schlecht!

Die gute Seite des Perfektionismus: Ohne das Streben nach hoher Qualität wäre die Welt ärmer. Und schlechter dran! Mir fallen auf Anhieb viele Berufe ein, in denen ich mir wünsche, dass Perfektionisten am Werk sind. Chirurginnen, zum Beispiel. Das Wartungspersonal am Flughafen, das dafür sorgt, dass Flugzeuge und Flugverkehr reibungslos funktionieren. Handwerker, die den Wasserschaden reparieren. Und viele mehr.

Und über Spitzenleistungen in Sport, Musik und Kunst sind wir doch begeistert! Ohne das Streben nach Vervollkommnung – nach Perfektionismus – wären diese Leistungen nicht möglich.

Der Drang nach exzellenten Leistungen ist also nicht per se schädlich. Menschen mit der gesunden Variante des Persönlichkeitsmerkmals „Perfektionismus“ streben danach, ihre Sache gut zu machen. Sie verfolgen Ziele gewissenhaft und freuen sich über positive Ergebnisse. Gleichzeitig können sie sich auch zugestehen, dass sie auf dem Weg zum Ziel nicht alles richtig machen. Dass es Rückschläge gibt.

Diese Menschen sind zwar Perfektionisten, weil sie wirklich gut sein wollen und etwas erreichen wollen. Sie fürchten sich aber nicht davor, Fehler zu machen, und sie haben keine Angst vor dem Scheitern, keine Versagensangst.

Vor allem aber neigen sie nicht dazu, gleich ihre gesamte Persönlichkeit infrage zu stellen, wenn etwas nicht so klappt wie geplant.

Ein kleiner Perfektionismus-Test: Bist du ein Perfektionist?

Neigst du zu Perfektionismus? Wenn ja: Hast du deinen Perfektionismus im Griff? Oder hast du eher das Gefühl, dass es umgekehrt ist? Dass du in der Perfektionismus-Falle sitzt?

Diese 5 Fragen helfen dir dabei, dich selbst einzuschätzen. Überlege: Welche dieser Aussagen würdest du unterschreiben?

  • Ich muss immer alles richtig machen. Wenn ich etwas nicht perfekt mache, dann bin ich eine Versagerin/ein Versager!
  • Wenn mich jemand wegen eines Fehlers kritisiert, befürchte ich abgelehnt zu werden.
  • Ich kontrolliere häufig doppelt und dreifach, ob ich etwas richtig gemacht habe.
  • Abends habe ich immer das Gefühl, dass ich tagsüber zu wenig gemacht habe. Dann kann ich mich nicht entspannen.
  • Wenn ich eine Aufgabe erfolgreich abgeschlossen habe, kann ich mich fast nie darüber freuen, sondern gehe gleich wieder zur Tagesordnung über. Das war doch selbstverständlich!

Diese Aussagen stehen alle für einen ungesunden, negativen Perfektionismus. Je mehr davon auf dich zutreffen, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass du in der Perfektionismus-Falle sitzt.

Leider reicht es nicht, sich dessen bewusst zu sein. Einer Perfektionistin oder einem Perfektionisten ist mit Sprüchen wie „Dann lass das doch mal liegen!“, „Begnüge dich mit einmal Überarbeiten – statt 3 Überarbeitungs-Durchgängen“, „Delegiere endlich!“ nicht geholfen. Wenn die betroffene Person das könnte, hätte sie es schon lange getan!

Perfektionistinnen und Perfektionisten können nicht „einfach locker lassen“ oder weniger perfekt arbeiten oder delegieren. Der innere Anspruch und die Versagensangst zwingen sie dazu, perfekte Ergebnisse zu liefern. Denn an das Ergebnis ist der eigene Selbstwert gebunden.

Perfektionisten beiderlei Geschlechts sind daher extrem empfindlich gegenüber Kritik. Kritisiert werden bedeutet für sie:

„Du hast einen Fehler gemacht, und das beweist: Du bist einfach nichts wert.
Du hast die Ansprüche nicht erfüllt und bist und bleibst eine Versagerin / ein Versager!“

Genau das ist ein Glaubenssatz. Ein Satz, den du irgendwann übernommen hast — und seitdem für eine Wahrheit hältst. Wie du deinen eigenen findest und in sechs Schritten veränderst, steht in Glaubenssätze auflösen.

Perfektionismus und Versagensangst ablegen: Raus aus dem perfektionistischen Denken!

Glaub mir: Ich spreche hier nicht als außenstehende Expertin, die Perfektionismus nur aus der Fachliteratur kennt.

Ich bin selbst eine genesende Perfektionistin, mit einem jahrelangen Hang zu hohen Ansprüchen an mich selbst und an andere. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man unbedingt alles richtig machten möchte. Und wie viel Energie das kostet!

Was mich verändert hat? Die Erkenntnis, dass hinter Perfektionismus fast immer die Angst steckt, dass man als Person abgelehnt wird, wenn man etwas „nicht richtig macht“. Perfektionismus ist keine Schwäche, sondern ein erlerntes Überlebensprogramm. Und erlerntes Verhalten lässt sich verändern.

Hier sind drei Tipps, die ich selbst anwende und auch in meinen Coachings weitergebe. Vielleicht helfen sie dir!

Tipp 1: Der Satz „Das ist gut genug!“ 

Überlege bitte: Wie fühlt sich der Satz „Das ist gut genug“ für dich an? Kommt er in deiner Gedankenwelt vor?

Ja? Das ist gut und zeigt, dass der Perfektionismus dich nicht beherrscht.

Nein? Dann probiere einmal Folgendes: Lehne dich zurück und schließe einen Moment die Augen. Und dann sage dir folgenden Satz:

  • Ich muss nicht immer perfekt sein. Mein Bestes – jetzt- ist gut genug!

Höre in dich hinein: Was rührt sich dabei in deinem Inneren? Fühlst du Erleichterung? Oder regt sich Widerstand in dir?

Beobachte, ob du folgende oder ähnliche Gedanken bei dir bemerkst:

  • Was denken die anderen, wenn ich nicht perfekt bin?
  • Es wäre beschämend, wenn ich mich unperfekt zeige!

Wenn das der Fall ist, stelle dir bitte die nächsten Fragen:

  • Was würde wirklich passieren, wenn ich nicht perfekt bin?
  • Was befürchte ich?

Notiere deine ersten spontanen Antworten. Beobachte, ob sie in folgende oder ähnliche Richtung gehen:

  • Aber dann denken alle, dass ich versagt habe.
  • Aber dann denken alle, dass ich nie etwas hinbekomme.
  • Aber dann denken alle, dass ich nur zu faul bin.

Wenn ja, unterziehe diese Gedanken einem Realitäts-Check – siehe Tipp 2.

Tipp 2: Der Realitäts-Check für einen entspannteren Umgang mit Perfektionismus!

Überprüfe deine Befürchtungen auf die Realität und stelle dir folgende Fragen:

  • Ist deine Befürchtung wirklich wahr?
  • Welche Beweise gibt es dafür, dass meine Befürchtung eintreten wird?
  • Was würde denn passieren, wenn alle genau das über mich denken würden, was ich befürchte?

Stelle dir bitte auch die Worst-Case-Fragen:

  • Könnte ich es überleben, wenn meine Befürchtung eintritt?
  • Wie realistisch ist es, dass das passiert?

Beantworte diese Fragen ehrlich und suche eventuell wieder nach Beweisen, um deine Antworten zu belegen.

Und überlege, was denn passieren würde, wenn du deine Versagensangst ablegst und stattdessen folgende Sätze als Wahrheit akzeptierst:

„Ich muss nicht immer perfekt sein. Ich darf üben, ich darf ausprobieren und Erfahrungen sammeln.“

Tipp 3: Perfektionismus und Versagensangst überwinden mit einer kinesiologischen Übung

Du verspürst Erleichterung oder ein Weit-Werden, wenn du dir den letzten Satz aus Tipp 2 sagst? Ja? Dann empfehle ich dir eine kinesiologische Übung, mit der du das alte, sabotierende Perfektionismus-Muster überschreiben kannst. Und das geht so:

  • Aktiviere deine Lebensfreude, indem du dich leicht und zart auf den oberen Teil deines Brustbeins klopfst. Dahinter ist der Sitz deiner Thymus-Drüse, und die wird durch das zarte Klopfen stimuliert.
  • Während du das tust, wiederhole deine neue Wahrheit: „Ich muss nicht immer perfekt sein. Ich darf üben, ich darf ausprobieren und Erfahrungen sammeln.“

Du wirst sehen: Es funktioniert. Bleib dran – damit du endlich rauskommst aus der Perfektionismus-Falle. Du bist gut genug!

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Häufige Fragen zu Perfektionismus und Versagensangst

Was sind die Ursachen von Versagensangst?

Versagensangst hat selten eine einzige Ursache. Die Forschung unterscheidet fünf Befürchtungen, die dahinterstecken können: sich zu blamieren, an eigenem Wert zu verlieren, einer ungewissen Zukunft entgegenzugehen, das Interesse wichtiger Menschen zu verlieren und wichtige Menschen zu enttäuschen (Conroy, Willow und Metzler, 2002).

Darunter liegt fast immer ein früh gelernter Zusammenhang: Leistung sichert Zuwendung. Du bist nicht so. Du bist so geworden.

Woran erkenne ich Versagensangst?

Versagensangst zeigt sich selten als Angst. Sie zeigt sich als Verhalten. Du schiebst auf, was bewertet werden könnte. Du arbeitest dreimal durch, was einmal gereicht hätte. Du übernimmst lieber selbst, als abzugeben. Du meidest Aufgaben, bei denen du nicht sicher bist, dass du sie gut machst.

Und dann ist da der Körper. Sind die Schultern hochgezogen? Beißt du die Zähne zusammen? Ballst du die Fäuste?

Was bringt ein Selbsttest bei Versagensangst?

Ein Selbsttest stellt keine Diagnose, und das soll er auch nicht. Er macht sichtbar, wie du mit Fehlern umgehst. Den kleinen Test findest du weiter oben in diesem Artikel.

Wichtiger als das Ergebnis ist die Frage danach: Was passiert in dir, wenn etwas schiefgeht?

Wann ist Versagensangst mehr als Versagensangst?

Solange du handlungsfähig bist, dich also durchschleppst, aber noch etwas selbst in die Hand nehmen kannst, ist Coaching ein guter Weg. Wenn die Angst dein Leben bestimmt, wenn du seit Wochen schlecht schläfst, morgens nicht mehr hochkommst oder dich gar nichts mehr freut, dann gehört das in ärztliche oder psychotherapeutische Hände. Ich stelle keine Diagnosen.

Mehr dazu steht weiter unten im Abschnitt „Wann Coaching nicht reicht“.

Bin ich perfektionistisch, oder habe ich einfach hohe Ansprüche?

Der entscheidende Unterschied zwischen „perfektionistisch“ und „hohe Ansprüche haben“ zeigt sich im Umgang mit Fehlern.
Wer hohe Ansprüche hat, ist enttäuscht, wenn etwas schiefläuft, steht danach aber wieder auf.
Perfektionisten stellen bei Fehlern nicht nur ihre Arbeite, sondern sich selbst infrage: „Das beweist, dass ich nicht gut genug bin.“ Wenn sich Kritik wie eine persönliche Ablehnung anfühlt, ist das ein starker Hinweis auf Perfektionismus.

Was hat Perfektionismus mit Selbstwert zu tun?

Sehr viel. Perfektionismus entsteht, wenn der eigene Selbstwert an Leistung geknüpft ist, und nicht an die eigene Person. Wer denkt: „Ich bin wertvoll, weil ich gute Arbeit leiste“, denkt im Umkehrschluss: „Wenn ich einen Fehler mache, bin ich weniger wert.“

Führt Perfektionismus wirklich zum Burnout?

Perfektionismus ist ein wesentlicher Risikofaktor für Burnout. Wer schlecht delegieren kann, sich nie mit „gut genug“ zufrieden gibt und sich dauerhaft unter Druck setzt, verbraucht enorm viel Energie. Irgendwann gerät das Nervensystem dauerhaft in einen Alarmzustand, und das Risiko für Burnout steigt.

Kann man Perfektionismus alleine überwinden, oder brauche ich Hilfe?

Manchen Menschen gelingt es, sich mithilfe von gezielten Übungen und konsequenter Selbstbeobachtung aus der Perfektionismus-Falle zu lösen.
Wenn das Muster jedoch tief verankert ist — oft seit der Kindheit — reicht Selbstbeobachtung nicht aus. Ein begleitendes Coaching oder eine therapeutische Unterstützung kann dabei helfen, den Selbstwert zu stärken und den Perfektionismus zu überwinden.

Wann Coaching nicht reicht

Das ist mir wichtig, und ich sage es lieber zu deutlich als zu leise.

Ich arbeite heutzutage als Coach, auch wenn ich Heilpraktikerin bin und im Gesundheitsbereich arbeiten darf.

Ich begleite Frauen in frühen Stadien von Erschöpfung, dort, wo noch Selbstwirksamkeit da ist. Wo du noch etwas selbst in die Hand nehmen kannst, auch wenn es sich schwer anfühlt.

Coaching ist der richtige Weg, wenn du dich zwar durchschleppst, aber noch handlungsfähig bist. Wenn du merkst: Ich will etwas verändern, ich weiß nur nicht, wie ich drankomme.

Da kann ich dich auch bei körperlichen Symptomen unterstützen.

Coaching ist NICHT der richtige Weg, wenn du gar nichts mehr selbst bewegen kannst. Wenn du morgens nicht mehr aufstehst. Wenn du seit Wochen nicht mehr schläfst. Wenn dich nichts mehr freut. Wenn du Gedanken hast, dir selbst etwas anzutun.

Dann gehörst du in ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, und zwar zuerst. Bitte geh zu deiner Hausärztin. Sie ist der richtige erste Schritt, auch wenn Therapieplätze schwer zu bekommen sind.

Und wenn es akut ist, brauchst du nicht bis zum nächsten Termin zu warten. Diese Stellen sind rund um die Uhr erreichbar, kostenfrei und anonym:

  • Deutschland: Telefonseelsorge, 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123
  • Österreich: Telefonseelsorge, 142
  • Schweiz: Die Dargebotene Hand, 143
  • Bei akuter Gefahr: Notruf 112

Wenn dir Anrufen zu viel ist: Die Telefonseelsorge berät auch per Chat und Mail über telefonseelsorge.de, ebenfalls anonym. Für viele Frauen, die es gewohnt sind zu funktionieren, ist das die niedrigere Schwelle.

Coaching ist kein Ersatz für ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Und ich stelle keine Diagnosen, auch nicht in diesem Artikel.

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Lies gerne rein und hole dir meine Infos & Tipps!

Coaching-Reise: Blick auf eine idyllische Meeresbucht mit Booten

Coaching Reise: Alles, was du wissen musst, plus 5 Vorteile für dich

Du bist an einem Punkt, an dem du erkennst, dass dein Leben nur eigentlich in Ordnung ist. Irgendetwas scheint zu fehlen. du hast das Gefühl, noch nicht ganz „da“ zu sein.        

Diese Gedanken kommen dir bekannt vor?

Dann ist es an der Zeit, dass du dich intensiv mit dir selbst beschäftigst. Sich Zeit und Raum nehmen, um auf eine Reise in dein Innerstes zu gehen und dich mit deinen Bedürfnissen und Gefühlen auseinanderzusetzen.

  • Was will ich wirklich in meinem Leben?
  • Führe ich ein Leben, dass voll und ganz mir entspricht?
  • Was fehlt mir, um zufrieden zu sein?

Eine wunderbare und gleichzeitig wirksame Möglichkeit, um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, ist eine Coaching Reise. Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und welche 5 Vorteile so eine besondere Auszeit für dich hat, erfährst du jetzt!

Was ist eine Coaching Reise?

Bei einer Coaching Reise verbindest du das Schöne mit dem Wichtigen: Du nimmst mehrere Tage Abstand vom Alltag und kommst in einer neuen und angenehmen Umgebung zur Ruhe, um dich mit dir selbst zu beschäftigen.

Die Seele baumeln lassen, um tief in sie hineinzuschauen – das ist das Ziel. Und das gelingt am besten in einer Atmosphäre, die zum Entspannen und Verweilen einlädt. Ob schneebedeckte Berggipfel, der weite Blick über das tiefblaue Meer oder die reine frische Luft eines Waldes – ganz nach deinen persönlichen Vorlieben, entscheide, welche Umgebung für dich passend ist.

Coaching Reise: Boutique Hotel in Andalusien, mit Pool, Sonnenschirmen und Palmen

Kurz gesagt:

Bei einer Coaching Reise hast du Coaching und Urlaub in einem.

Coaching-Reisen finden in Gruppen statt, wobei die Größe stark variiert: Es kann eine Kleingruppe mit 5 Personen sein oder eine große Gruppe mit rund 30 Teilnehmern. Der Vorteil ist, dass jede Person von den Erkenntnissen der anderen profitiert. Denn die meisten menschlichen Probleme sind im Grunde doch ähnlich und lassen sich auf uns selbst übertragen.

Dabei wirst du von einem erfahrenen Coach begleitet, der zusammen mit dir an privaten oder beruflichen Fragestellungen arbeitet. Quasi ein „Personal Trainer“, der oder die dir 24/7 für Geist und Seele zur Verfügung steht. Die Ansätze und Methoden sind je nach Ausbildung und Arbeitsweise unterschiedlich.

Wie läuft eine Coaching Reise konkret ab?

Je nach Coaching Reise haben die Teilnehmerinnen mal mehr, mal weniger Zeit zur freien Gestaltung. Die Balance zwischen Raum, um zur Ruhe zu kommen und es sich gut gehen zu lassen, und um zu reflektieren und „hart“ an sich zu arbeiten, ist dabei essenziell. Denn bei dieser Art Urlaub geht es dir ja um mehr, als nur einen leckeren Cocktail am Pool zu schlürfen.

Meistens startet eine Coaching Reise mit einem Kennenlernen der anderen Teilnehmer. Während der Tage gibt es immer wieder Aktivitäten, die sie gemeinsam als Gruppe unternehmen, um sich auszutauschen.

Gruppen- und Einzelcoachings ergeben eine wertvolle Kombination.

Gruppencoachings sind ein fester Bestandteil einer Coaching-Reise und sollten zu jedem Tagesprogramm dazu gehören. Meiner Meinung nach sind intensive Einzelcoachings, abgestimmt auf den individuellen Bedarf der Teilnehmerinnen, die optimale Ergänzung. So erhält jede Person genau die Unterstützung, die sie gerade braucht.

Für wen ist eine Coaching Reise sinnvoll?

Eine Auszeit verbunden mit einem Coaching ist für dich geeignet, wenn du vor Fragen in deinem Leben stehst, auf die du vermeintlich keine Antwort findest.

  • Den Beruf wechseln und etwas Neues wagen?
  • Stimmt die Beziehung noch oder trenne ich mich?
  • Wie kann sich mein Leben wieder lebendig und leicht anfühlen?

Vielleicht ist es auch keine konkrete Frage, die dich umtreibt, sondern eher ein diffuses Gefühl von Unzufriedenheit, Erschöpfung oder Lustlosigkeit und eine leise Stimme, die dir sagt: „Irgendetwas stimmt hier nicht.“

Mit anderen Worten: Du willst (wieder) ein Leben, das wirklich dir entspricht.

Eine Coaching Reise ist die ideale Möglichkeit, um dich deinen Themen zu stellen und vielleicht auch Entscheidungen zu treffen. Um dein Leben so zu gestalten, dass du dich darin wohl und lebendig fühlst. Du brauchst nur eine Portion Mut und Lust, aus deiner Komfortzone auszubrechen. Ich weiß aus Erfahrung: Es lohnt sich!

Coaching-Reise: Blick auf eine idyllische Meeresbucht mit Booten

Diese 5 Vorteile bringt dir eine Coaching Reise

1. Vorteil: Erholsame Umgebung

In einer Coaching Reise machen Teilnehmer besonders tiefgehende und lebensverändernde Erfahrungen, da die wunderschöne Atmosphäre zum Runterkommen und Träumen einlädt. So fällt es dir viel leichter, zu Hektik und Verpflichtungen deines Alltags Abstand zu gewinnen und dich ganz auf dich zu besinnen.

2. Vorteil: Längere Dauer

Die Dauer von mehreren Tagen ist absolut wertvoll, denn du hast mehr Zeit, um tief nach innen zu schauen und Erkenntnisse zu verinnerlichen. Und du kennst das bestimmt: Wenn du in den Urlaub fährst, brauchst du erstmal etwas, um wirklich zur Ruhe zu kommen.

Auch deiner Psyche fällt es leichter, an alte Verhaltensmuster und Glaubenssätze ranzugehen, wenn du die Möglichkeit hast, mehrere Tage dranzubleiben.

3. Vorteil: Tiefgehende Erkenntnisse

Du findest Antworten auf Fragen, die dich schon lange quälen, triffst Entscheidungen, die bereits länger ausstehen, betrachtest Situationen aus einem völlig neuen Blickwinkel und stellst alte Glaubenssätze und Verhaltensmuster in Frage: All das ist durch eine Coaching Reise möglich.

Mit anderen Worten: Du findest (wieder) heraus, wie du dein Leben in Übereinstimmung mit deinen Werten und Träumen gestalten kannst. Das vergessen wir leider viel zu oft vor lauter Ansprüchen und Erwartungen erfüllen und funktionieren.

4. Vorteil: Kraft der Gruppe

In einer Gruppe lernst du nicht nur an deinen eigenen Erkenntnissen, sondern nimmst extrem viel von den Erfahrungen der anderen mit. Du nutzt den Flow der Gruppe und lernst dabei Menschen kennen, die ähnliche Ziele und Herausforderungen haben wie du. Nicht selten entstehen daraus tiefe Freundschaften.

5. Vorteil: Professioneller Coach

Eine Coaching Reise kann lebensverändernd sein und dich auch mal ganz schön durchrütteln. Damit du wieder ins Gleichgewicht findest, begleitet dich eine erfahrene Seminar-Leitung.

Sie kennt Werkzeuge und Tools, die dich bei deiner Innenreise unterstützen und diese erleichtern. Dabei passt sie sich komplett an deine Bedürfnisse und dein Tempo an. Ein professioneller Coach spürt, was du gerade brauchst: einen liebevollen Schubser oder eher einen sanften Stupser.

Mein Tipp: Schau dir unbedingt Kundenstimmen zu vorherigen Coaching Reisen an. So bekommst du einen ersten Eindruck von der Arbeitsweise des Coachs und kannst besser einschätzen, ob ihr zusammenpasst.

Bonus-Vorteil: Du hast Spaß

Bei all der Ernsthaftigkeit sollte eins nicht zu kurz kommen: der Spaß! Denn mit einer Prise Humor und Lachen, geht alles leichter von der Hand. Das ist mir als Coach in meiner Arbeit besonders wichtig.

Mein Tipp: Wähle eine Coaching-Leitung, die dir sympathisch ist und wo du ein gutes Bauchgefühl hast. Dann machen die gemeinsame Reise und Zusammenarbeit einfach mehr Spaß und du kannst dich leichter öffnen. Das findest du am besten über ein Kennenlerngespräch raus.

Wie findest du eine passende Coaching Reise?

Um eine passende Coaching Reise zu finden, gibt es verschiedenen Kriterien, an denen du dich orientieren kannst.

Du kannst dich zum Beispiel zuerst fragen, wo du deine Auszeit gerne verbringen möchtest: am Meer, in den Bergen oder in einem exotischen Land. Oder du hörst in deinem Netzwerk nach, ob jemand bereits Erfahrungen mit Coaches gemacht hat, die solche Reisen anbieten. Vielleicht kennst du auch bereits eine Seminar-Leitung durch die sozialen Medien und schaust dir nun genauer an, wie deren Arbeit ausschaut.

Es hilft, ein möglichst klares Bild von deiner Coaching-Leitung zu bekommen.

Das schaffst du durch Kundenstimmen, dem Lesen des Newsletters und natürlich durch ein Kennenlerngespräch. Sammle so viele Informationen wie nötig, um dich am Ende mit einem guten Gefühl entscheiden zu können.

Coaching Reise: ein wunderbarer Mix aus Urlaub und Weiterentwicklung

Du weißt nun, was du durch eine Coaching Reise gewinnst. Gönn dir diese besondere Auszeit, wenn du das Gefühl hast, in deinem Leben gerade allein nicht weiterzukommen. Gemeinsam fällt es einfach leichter und Spaß macht es dazu auch.

Schau dir gerne mein Coaching-Retreat in Andalusien/Spanien an, in dem du gemeinsam mit mir dafür sorgst, dass dein Leben wieder dir entspricht.

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Eine Meerbucht unter blauem Himmel

5 vermeintliche Gründe gegen ein Coaching Retreat – und warum sie nicht zählen

Immer mal wieder liebäugelst du damit, ein mehrtägiges Coaching Retreat zu machen?
Und so das Wichtige mit dem Schönen zu verbinden und in einer neuen Umgebung an dir und deinen Themen zu arbeiten?

Doch irgendetwas findest du immer, das dagegenspricht und dich am Ende doch nicht buchen und lieber zu Hause bleiben lässt: das viele Geld, die wertvolle Zeit … du kennst die Argumente. Schau dir einmal 5 typische Gründe, die gegen ein Coaching Retreat sprechen, aus einer anderen Perspektive an. Vielleicht ändert sich dein Blickwinkel dadurch. Und wenn nicht, kannst du ja einfach weiter zu Hause bleiben. 😉

Inhaltsverzeichnis: 5 vermeintliche Gründe gegen ein Coaching Retreat

1. Grund: Du sparst Geld.

2. Grund: Du sparst Zeit.

3. Grund: Du lernst nichts Neues.

4. Grund: Du tust deinem Körper und Geist nichts Gutes.

5. Grund: Du sparst Nerven.

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5 vermeintliche Gründe gegen ein Coaching Retreat

1. Grund: Du sparst Geld.

Ein Urlaub kostet immer: Unterkunft, Flug, Verpflegung. Und bei einem Coaching Retreat kommt dann noch das Coaching selbst hinzu. Das wird richtig teuer.

Für das Geld kannst du dir lieber eine Sauna einbauen lassen, jeden Tag im Sommer essen gehen oder sparen. Deine Nachkommen sollen schließlich auch etwas davon haben, dass du dein ganzes Leben lang schuften musstest. 😉

Probier diese Perspektive aus: 

Klar, ein Coaching Retreat kostet Geld. Versuch, es nicht als Verlust zu sehen, sondern als Geschenk, das du dir selbst machst. Es ist eine Investition in dich und deine Lebensqualität – denn Ziel ist, dass sich diese durch ein Coaching Retreat verbessert.

Einmal weit weg vom Alltagstrott über sich und das eigene Leben nachzudenken, ist ein Luxus, den sich jeder Mensch gönnen sollte. Doch leider tun es die wenigsten, obwohl es ihnen finanziell möglich ist und sie es sehr gut gebrauchen könnten.

 2. Grund: Du sparst Zeit.

Für einen Urlaub gehen meistens mehrere Tage drauf. Mit einem Coaching verbunden schnell eine ganze Woche!

Das bedeutet, dass du viel Zeit verlierst, die du für andere wichtige Dinge nutzen könntest: die geliebte Steuererklärung erledigen, das Überstundenkonto weiter füllen oder – ach! – im Kleiderschrank endlich mal wieder Ordnung schaffen.

Teste mal diese Sichtweise: 

Ja, so eine Coaching-Woche setzt dich ganze 7 Tage außer Alltagsgefecht. Und das ist gut so! Denn erst so hast du eine Chance, wirklich ans Eingemachte zu gehen und dich nicht nur oberflächlich mit deinen Themen und Fragen auseinanderzusetzen. Du brauchst Zeit, um erstmal zur Ruhe zu kommen und dann Stück für Stück in dein Innerstes zu schauen.

Fakt ist auch: Deine Psyche hat es leichter, alte Muster abzulegen und neue Erkenntnisse zu verinnerlichen, wenn du mehrere Tage dranbleibst.

3. Grund: Du hast keine Lust, dich weiterzuentwickeln. 

Coaching Retreats versprechen oft, dass du dich persönlich weiterentwickelst, deine Ziele erreichst und dein Leben verändern kannst. Wozu denn das?! Schließlich bist du schon ein paar Jährchen auf dieser Welt, bringst einiges an Lebens- und Berufserfahrung mit und die Dinge, die du tust, haben schon deine Eltern und Großeltern so gemacht.

Und sowieso: Für Veränderung bist du eh schon zu alt.

Schau dir diese Perspektive an:

Aus Erfahrung weiß ich: Es ist nie zu spät, dein Leben in dein Kunstwerk zu verwandeln, anstatt nur im Überlebensmodus zu funktionieren. In einer Coaching-Woche entdeckst du neue Seiten an dir selbst, erweiterst deine Komfortzone und fängst an, das Hamsterrad und die Glaubenssätze infrage zu stellen, die dir nicht guttun und dich nicht weiterbringen.

Du nimmst dir Zeit für dich selbst und deine Bedürfnisse. Das nennt man auch Selbstliebe und ist für ein erfülltes Leben extrem wertvoll.

4. Grund: Du siehst nicht ein, warum du deinem Körper und Geist ein einwöchiges Coaching antun solltest.

So eine ganze Woche Coaching – das klingt langweilig! Du lernst dabei nichts Neues. Die anderen Teilnehmer findest du furchtbar und hast weder Austausch noch Spaß. Und überhaupt: Du kannst doch nicht tagelang am Pool herumbummeln oder ein wohltuendes Sportprogramm durchziehen. Und so eine All-Inklusive-Versorgung, die dir zu jeder Zeit einen leckeren Cappuccino oder Cocktail ermöglicht, ist doch wirklich übertrieben.

Hier ist eine neue Sichtweise für dich:

Du hast Spaß an einer spannenden Reise zu dir selbst und merkst, wie gut es dir tut, einmal Zeit und Ruhe zu haben, um ganz bei dir anzukommen.

Du genießt die wunderschöne Umgebung und das leckere Essen und kannst fernab vom Alltagstrott neue Energie tanken. Gemeinsame Aktivitäten und Erlebnisse in der Gruppe, aber auch dein individuelles Coaching machen diese Zeit spannend und abwechslungsreich. Du lernst Menschen kennen, die ähnliche Ziele und Herausforderungen haben wie du. Vielleicht entstehen daraus auch tiefe Freundschaften.

5. Grund: Du sparst Nerven.

Du musst Flüge buchen, den Koffer packen, eine Urlaubslektüre auswählen und die Sonnencreme suchen. Du sollst dich mit dir selbst beschäftigen, womöglich deine Grenzen überschreiten und neuen Herausforderungen stellen.

Das alles klingt verdammt anstrengend! Wäre es da nicht einfacher, alles beim Alten zu lassen?!

Nimm mal diese Perspektive ein:

Ich verspreche dir: von so einem Coaching Retreat kommst du mit einem Lächeln im Gesicht und einem Koffer voller Inspiration zurück.

Langfristig sparst du dadurch sogar Nerven, denn du gewinnst neue Lösungen und Perspektiven für deine beruflichen und privaten Themen. Vielleicht triffst du auch Entscheidungen, die schon lange überfällig waren und sich jetzt wie ein Befreiungsschlag anfühlen.

Da es bei der persönlichen Weiterentwicklung auch mal ruckelig zugeht, hast du eine erfahrene Coaching-Leitung an deiner Seite, die dich rund um die Uhr unterstützt. Du bist also nicht allein!

Ein Coaching Retreat: schlechte Idee oder große Chance?

Vermeintlich gute Gründe, um dich nicht mit schwierigen – vielleicht sogar schmerzlichen – Fragen und Themen auseinanderzusetzen, finden wir Menschen immer schnell. Dabei „hilft“ uns unser Gehirn ziemlich gut, denn es hat es am liebsten, wenn alles so bleibt, wie es ist.

Heißt: So ein Coaching Retreat ist eine ganz schlechte Idee. Du bleibst lieber zu Hause und lebst dein Leben so, wie du es schon seit eh und je machst. Basta!

Oder du wagst den Schritt, eine neue Perspektive einzunehmen und siehst das Potenzial, das ein Coaching Retreat bietet. Es ist eine wunderbare Chance, dein Leben so zu gestalten, dass es (wieder) dir entspricht!

Wenn es dich jetzt in den Fingern kribbelt und du dich mehr damit beschäftigen möchtest, schau dir gerne mein nächstes Coaching-Retreat in Spanien an.

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