TRÜFFELKISTE

Wählen Sie bewusst: wie soll Weihnachten im 2. Corona-Jahr für Sie werden?

  Weihnachtswahn C. Reuter Blog

Erinnern Sie sich noch an die Aufregung und Vorfreuden der Adventszeit Ihrer Kindheit? Erwartungsvolles vor dem Adventskalender stehen, Plätzchen backen oder beleuchtete Tannenbäume zählen (und sich einen Wettstreit mit dem Bruder liefern, wer mehr oder früher diese Vorzeichen der Festtage sieht… 😉)

Tja, und heute?

Irgendwie ist der Zauber schon seit langem verflogen und der Stress zum Jahresende und vor allem die Deadline Weihnachten nervt hauptsächlich. Gerade jetzt mit einer neuen Pandemiewelle. Sorgen und Ängste lösen steigende Gereiztheit aus und Menschen gehen schneller an die Decke.

 

Doch muss das sein?

Wir Menschen besitzen die grandiose Fähigkeit unsere Reaktion zu wählen, statt mit Ärger unfd Frust um uns zu schlagen:

Wie wäre es daher mit einer Prise Achtsamkeit, um den Duft und Geschmack von Weihnachten zu reaktivieren, statt schimpfend oder besorgt die Zeiten zu verfluchen? Und nein, ich rede hier nicht von Glühwein, Bratwurst und Zimtgebäck.

Achtsamkeit beginnt mit der Frage: Was wollen Sie eigentlich?

Präzisiert: Was wollen SIE?

Nicht nur eigentlich, sondern wirklich. So von ganzem Herzen. Nicht was die anderen wollen, nicht die familiären oder gesellschaftlichen Erwartungen.

Wenn Sie jetzt einen innerlichen Kommentar hören in der Art: „Schön wär‘s ja … ABER in diesen Zeiten...“, dann bedanken Sie sich für den Kommentar und nehmen sich trotzdem ein paar Minuten Zeit, um zu überlegen:

  • Wann war die Advents- und Weihnachtszeit schön für Sie?
  • Wie können Sie das trotz und mit der Pandemie in Ihr Leben bringen?
  • Was waren für Sie die Rezeptbestandteile, um sich an Advent und Weihnachten zu erfreuen? Überprüfen Sie genau, was das ist. Nicht einfach automatisch Kerzenglanz, Tannenduft aufrufen. Sondern genau spüren: macht der sanfte Schein der Kerzen Sie froh? Lieben Sie den Geruch von Nadelbäumen?
  • Und was liegt unter diesen äußeren Bedingungen? Was genau hat diese Stimmung erzeugt?
  • Was brauchen Sie für Ihr Inneres? Ihr Seelenleben?
  • Wie können Sie das in den nächsten Wochen wieder aktivieren?
  • Wie wollen Sie dann Ihre Weihnachtstage erleben?

In vielen Familien gibt es stattdessen zu häufig Knatsch, da diese Zeit mit Idealen und Erwartungen überfrachtet ist.

Deshalb noch einmal: was wollen SIE WIRKLICH?

Eine Lehre, die wir aus der Coronazeit mitnehmen können: Wir können Dinge auch anders tun.

Wir können es schaffen, auch mit Einschränkungen Schönes zu erleben. Doch dafür brauchen wir ein wenig Zeit zum Reflektieren, zum Hinfühlen, Spüren, um die Frage beantworten zu können:

„Was brauche ich, damit es mir gut geht, ich mich freuen kann?

Wenn Sie das wissen - und bitte, prüfen Sie genau: Sind es alte Ideale, Bilder und Erwartungen, die Sie herbeisehnen oder Ihre eigenen Wünsche, die aus der Gegenwart stammen - dann können Sie sich die nächste Frage stellen.

Was bin ich bereit dafür zu tun?

  • Vielleicht dieses Jahr keine Plätzchen zu backen.
  • Oder Freundinnen für eine wahre Backorgie einzuladen.
  • Vielleicht ein ernsthaftes Gespräch mit den Eltern und Schwiegereltern führen, wie Weihnachten für alle schön werden kann - auch mit Pandemie-Einschränkungen.
  • Die Interessen aller herausfinden, um zu einer Win-Win- Lösung zu kommen, statt zu den faulen Kompromissen der Vergangenheit.

Win-Win-Verhandlungen

Wenn alle nur bei ihrer Position bleiben z.B. "Aber bei uns haben wir das schon immer so gemacht..." und die andere Partei: "Wenn ihr denn Heiligabend nicht bei uns verbringt, dann (bitte hier die übliche Erpressung einsetzen)...", dann kommen nur die üblichen faulen Kompromisse heraus. Eine Partei geht als Sieger hervor und die anderen knirschen mit den Zähnen. Schlechte Voraussetzung für gesegnete Feiertage.

Die besten Verhandler der Welt suchen als erstes das Interesse der Parteien. Das, was sie WIRKLICH wollen. Denn das hat ganz häufig eine Schnittmenge - oft sogar überraschend groß.

Die meisten Menschen wollen Frieden, Freude, Lachen, Anerkennung, Gemeinschaft. Niemand plant an Weihnachten zum Stinkstiefel und Laune-Verderber zu werden. Doch zu wenige machen sich klar, um was es für sie geht. Was sie brauchen und sich wünschen.
Deshalb bleiben sie in einer Position stecken: "Wenn die Kinder nicht zu uns kommen, dann sind wir nicht so wertvoll wie die Eltern des Partners..." Und dann kämpfen sie:

Was bin ich bereit dafür zu tun?

Das ist für mich eine der wichtigsten Fragen für meinen Alltag - nicht nur an Weihnachten. Denn sie macht mich zur Gestalterin meines Lebens.

Ich verrate Ihnen, was ich IMMER will – täglich! Lachen, lieben und mich am Leben freuen. Dafür tue ich viel.

Wie ist es bei Ihnen?

Ich wünsche Ihnen befriedigende Antworten und eine gesegnete Adventszeit mit Freude im Herzen und leuchtenden Augen.


 

 

Geschrieben von : Carmen Reuter

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