TRÜFFELKISTE

Darf Ihnen etwas in den Schoß fallen - einfach so?

Darf Ihnen etwas in den Schoß fallen - einfach so?

 

Darf Ihnen etwas in den Schoß fallen – einfach so?

„Nicht das, was wir nicht imstande sind zu tun, hält uns zurück. Sondern die Angst, dass wir das Leben nicht verdienen, welches unser bestes, fähigstes Selbst erschaffen könnte.“ (Unbekannt)

Okay, ich räume ein: Der Satz holpert ein bisschen. Das liegt daran, dass ich ihn aus dem Englischen übersetzt habe (und ich hatte keinen Leistungskurs!).

Doch er bringt etwas zum Klingen in mir. Auch in Ihnen?

Am Wochenende habe ich mit einer lieben Freundin telefoniert, die unglaublich viel Gutes in der Welt erschafft. Während wir sprachen, wirkte sie erschöpft. Als ich nachhakte, erzählte sie mir, was sie gerade persönlich umtreibt. Um es kurz zu machen: Ich war nach dem Gespräch ganz erschüttert, weil diese wunderbare, intelligente, liebevolle, zupackende Frau so geschickt darin ist …
sich selbst zu hindern, nach ihrem persönlichen Glück zu greifen. Als ob sie es selbst nicht glauben dürfe, es zu verdienen.

Verdienen? Dürfen?

Wie bitte?

Die verkorksten Gedankenmuster der Gesellschaft

Unsere Gesellschaft ist schon sehr verkorkst in ihren Gedankenmustern. Aufgrund unserer Sozialisation fällt es uns leichter, uns in Gedanken zu beschimpfen als uns selbst zu sagen „Ich liebe mich“.

Was muss ein Mensch tun, um zu verdienen, geliebt zu werden oder liebenswert zu sein?

(Die Antwort lautet natürlich: nichts!)

Das Dumme ist jedoch, wir glauben, die anderen – unser Umfeld – müssten uns die Erlaubnis geben, uns selbst lieben zu dürfen. Erst wenn dieses Umfeld uns Anerkennung, Wertschätzung oder sogar Liebe entgegenbringt, wäre die Vorbedingung für das Recht auf ein glückliches Leben gegeben. Dass das nicht klappt, sehen wir alle durch bei bewunderten oder gar geliebten Promis, die mit Suchtprobleme oder psychischen Erkrankungen kämpfen oder letztlich ihrem Leben ein Ende setzen.

Woran liegt es dann?

Wenn ich innerlich nicht überzeugt bin, liebenswert zu sein, sabotiere ich mich selbst. Ich erlebe dann nicht „das Leben, dass mein bestes Selbst erschaffen kann“. Sondern versuche so zu funktionieren, wie die anderen mich haben wollen. Und das geht mit Sicherheit schief.

Der Pac-Man gegen selbstsabotierende Gedanken

Vor Jahrzehnten habe ich das kinesiologische Sabotage-Suchprogramm für diese Fälle kennengelernt. Es arbeitet wie ein kleiner Pac-Man, der durch das Labyrinth unseres Gehirns rennt und dabei sabotierende Gedanken mampft.

Dazu klopft man sich sanft mit drei Fingern an der Handkante des kleinen Fingers, der Mittelfinger liegt auf dem Grundgelenk des Kleinfingers. Dazu sagen Sie (am besten laut, so dass es Ihre Ohren es hören) folgenden Satz – ganz so, als ob Sie ihn (schon) glauben würden:

„Ich liebe und akzeptiere mich von ganzem Herzen, mit allen meinen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Ich bin es wert, geliebt zu werden und ein glückliches, gesundes Leben zu führen.“

Den Satz und das begleitende Klopfen am besten fünfmal wiederholen; noch besser: jeweils fünfmal pro Hand. Und optimal wäre, mehr als einmal am Tag!

Nachdem ich dieses gedankliche Antivirenprogramm kennengelernt hatte, habe ich die Übung über mehrere Monate gemacht. Und nach und nach meine behindernden Gedanken verändert und damit auch meine Lebensqualität. Wir haben nämlich das Recht, ein glückliches und zufrieden machendes Leben zu führen!

Und das darf uns auch in den Schoß fallen.

 

 

Authors

Carmen Reuter

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